Der in Hamburg lebende Angeklagte war nach Angaben der Staatsanwaltschaft als junger Mann von August 1944 bis April 1945 im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig im Einsatz.

Der in Hamburg lebende Angeklagte war nach Angaben der Staatsanwaltschaft als junger Mann von August 1944 bis April 1945 im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig im Einsatz.

Foto: Heimken/dpa

Justiz

Urteil gegen Ex-Wachmann im KZ Stutthof erwartet

Von Bernhard Sprengel
23. Juli 2020 // 08:17

Ein ehemaliger SS-Wachmann im KZ Stutthof muss 75 Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft mit einer Haftstrafe rechnen. Welche Schuld trägt der Angeklagte?

Urteil ab 11 Uhr erwartet

Neun Monate nach Beginn des Prozesses gegen einen ehemaligen Wachmann im Konzentrationslager Stutthof will das Landgericht Hamburg am Donnerstag (11 Uhr) das Urteil verkünden.

Wie entscheidet das Gericht?

Die Staatsanwaltschaft hat eine Jugendstrafe von drei Jahren beantragt. Sie wirft dem 93 Jahre alten Angeklagten vor, durch seinen Wachdienst als SS-Mann von August 1944 bis April 1945 Beihilfe zum Mord an 5230 Menschen geleistet zu haben. Er sei ein „Rädchen der Mordmaschinerie“ der Nationalsozialisten gewesen. Die Verteidigung hat Freispruch gefordert.

Überlebende sagen aus

Vier ehemalige Gefangene hatten persönlich im Gerichtssaal ausgesagt, zwei weitere waren über eine Videoschaltung angehört worden. Die Überlebenden hatten von täglichen Misshandlungen wie Schlägen und stundenlangen Appellen, Hinrichtungen sowie von Hunger und einer Fleckfieber-Epidemie berichtet.

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