Facebook

Wann ist eine Einladung zu Facebook privat, wann handelt es sich um Werbung? Darüber verhandelt nun der BGH.

Foto: Weigel/dpa

Justiz
Netzwelt

Urteil gegen "Freundefinder" von Facebook

Von nord24
14. Januar 2016 // 17:01

Diese Klicks haben Folgen: Facebook-Nutzer lassen ihr E-Mail-Konto nach möglichen Freunden durchsuchen. Kurz darauf erhalten auch Kontakte, die gar nicht in dem sozialen Netzwerk angemeldet sind, eine Einladung von Facebook. Werbung oder nur ein netter Service? Der Bundesgerichtshof hat nun den Spielraum für diese Praxis erheblich eingeschränkt. Die Karlsruher Richter werteten es am Donnerstag als unzulässige belästigende Werbung, wenn Nicht-Mitglieder mit solchen E-Mails zur Registrierung aufgefordert werden, ohne dass sie dem ausdrücklich zugestimmt haben.

Mit dem "Freundefinder" durchsucht Facebook E-Mail-Kontakte

Im konkreten Fall geht es um den "Freundefinder" von Facebook in seiner Version von 2010. Dort wurde Nutzern bei der Registrierung angeboten, ihre E-Mail-Kontakte durchsuchen zu lassen, um "Freunde" bei Facebook zu finden. Einladungs-E-Mails gingen dabei auch an nicht bei Facebook registrierte Bekannte (Az. I ZR 65/14). Facebook machte in einer ersten Reaktion darauf aufmerksam, dass der "Freundefinder" in der beanstandeten Form nicht mehr existiere. Sobald das ausformulierte Urteil vorliege, werde man es "gründlich prüfen, um den Einfluss auf unsere aktuellen Dienste zu bewerten". Die Entscheidung betreffe nicht nur Facebook, sondern alle Online-Dienste, die es anböten, Freunde auf sie hinzuweisen.

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