Libanesische Zivilschutzhelfer stehen am Ort der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt. Nach der schweren Detonation wird weiterhin nach Opfern und Überlebenden gesucht.

Libanesische Zivilschutzhelfer stehen am Ort der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt. Nach der schweren Detonation wird weiterhin nach Opfern und Überlebenden gesucht.

Foto: Marwan Naamani/dpa

Katastrophe

16 Hafenmitarbeiter nach Explosion in Beirut festgenommen

Von Johannes Schmitt-Tegge
7. August 2020 // 17:11

Die Betroffenen der Explosion von Beirut fordern Antworten: Was war der Auslöser? Und wer ist verantwortlich? 16 Verdächtige werden festgenommen - aber viele Libanesen trauen der politischen Elite dennoch nicht zu, den Fall transparent und vollständig aufzuarbeiten.

Zahl der Toten steigt

Zwei Tage nach der Katastrophe von Beirut sind 16 Hafenmitarbeiter der libanesischen Küstenstadt festgenommen worden. Die Zahl der Toten stieg derweil laut Gesundheitsministerium auf 149, 300.000 Menschen sind obdachlos.

Gerichtsverfahren unklar

Zuvor waren bereits mehrere Verantwortliche des Hafens unter Hausarrest gestellt worden. Sie sollen in den vergangenen Jahren für die Lagerung und Bewachung der großen Mengen Ammoniumnitrat zuständig gewesen seien, die bei dem Vorfall möglicherweise explodierten. Unklar blieb dabei, welche Vorwürfe ihnen gemacht werden oder ob ihnen ein ordentliches Gerichtsverfahren droht.

Hafen bleibt für Ermittlungen geschlossen

Die Ermittlungen gingen weiter, hieß es. Ziel sei, „alle Fakten im Zusammenhang mit der Katastrophe zu klären“, teilte Akiki mit. Der Ort der Explosion - ein Industriegebiet am Hafen im Norden der libanesischen Hauptstadt - werde bis zum Abschluss der Ermittlungen geschlossen bleiben. Die Aufsicht hätten hier die libanesische Armee sowie die Informationsabteilung der Kräfte für innere Sicherheit.

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