Im Meer vor Alexandria in Ägypten sind bei der versuchten Rettung eines Jungen 11 Menschen ertrunken. Diese Stelle ist bekannt für gefährliche Strömungen. (Symbolbild)

Im Meer vor Alexandria in Ägypten sind bei der versuchten Rettung eines Jungen 11 Menschen ertrunken. Diese Stelle ist bekannt für gefährliche Strömungen. (Symbolbild)

Foto: Xinhua/dpa

Katastrophe

Ägypten: Elf Menschen ertrinken bei versuchter Rettung eines Jungen

Von Simon Kremer
12. Juli 2020 // 12:00

In Ägypten sind elf Menschen nach Medienberichten ertrunken, als sie versuchten, einen badenden Jungen aus dem Mittelmeer zu retten. Die Behörden ordneten anschließend die Schließung des Strandes in Alexandria an, wie die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“ am Samstag berichtete.

Personen ertrinken beim Rettungsversuch

Wie die Tourismusbehörde in Alexandria mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am Freitag. Als ein Kind im Meer zu ertrinken drohte, seien mehrere Personen ins Wasser gesprungen, um zu helfen. Dabei seien einige Personen ebenfalls ertrunken, hieß es in der Mitteilung, ohne eine genaue Opferzahl zu nennen.

Baden trotz Verbot

Die Strände in Alexandria sind derzeit eigentlich gesperrt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nach lokalen Medienberichten gibt es daher derzeit auch keine Rettungsschwimmer vor Ort. Viele Anwohner hielten sich aufgrund der hohen Temperaturen derzeit aber nicht an die Bestimmungen und gingen trotzdem baden.

Gefährliche Strömungen

Der Strand im Stadtteil Al-Adschami in Alexandria ist berüchtigt für seine starken Strömungen. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden den Abschnitt immer wieder kurzzeitig gesperrt, weil Menschen ertrunken waren.

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