Mit einer bewegenden Trauerfeier hat die brasilianische Stadt Chapecó Abschied genommen von den bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien getöteten Spielern und Betreuern des Teams Chapecoense.

Mit einer bewegenden Trauerfeier hat die brasilianische Stadt Chapecó Abschied genommen von den bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien getöteten Spielern und Betreuern des Teams Chapecoense.

Foto: Bizerra/dpa

Katastrophe

Chapecó nimmt Abschied nach Fußball-Tragödie

Von nord24
3. Dezember 2016 // 20:34

Bei strömendem Regen kommen die Särge an. Fast das ganze Fußballteam von Chapecoense ist tot, gestorben auf dem Weg zum Finale um den Südamerika-Cup. Im Stadion gibt es eine bewegende Trauerfeier.

Särge im Stadion aufgebahrt

Eine ganze Stadt trauert, die Särge sind aufgebahrt im Stadion: Mit einer bewegenden Trauerfeier hat die brasilianische Stadt Chapecó Abschied genommen von den bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien getöteten Spielern und Betreuern des Teams Chapecoense.

Charterfluggesellschaft wurde Lizenz entzogen

Die gecharterte Maschine war am Montagabend (Ortszeit) kurz vor der Landung in Medellín abgestürzt. Das Team von Chapecoense war auf dem Weg zum Final-Hinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional Medellín. 71 Menschen starben, sechs überlebten: drei Spieler, zwei Crewmitglieder, ein Journalist. Ihr Zustand ist inzwischen stabil. Der kleinen Charterfluggesellschaft LaMia wurde die Lizenz entzogen.

20 000 Menschen nehmen Abschied

Zwei Transportflugzeuge der Luftwaffe waren am Sonnabend mit insgesamt 50 Särgen auf dem Flughafen gelandet, auf offenen Lastwagen wurden sie zur Arena gebracht, wo rund 20 000 Menschen Abschied nahmen. Es regnete in Strömen.

Namen der Toten verlesen

Es wurden alle Namen der Toten verlesen; für jedes Opfer ließ man einen weißen Luftballon steigen. Weinende Menschen lagen sich in den Armen. Soldaten trugen die Särge in das Stadion. Bürgermeister Luciano Buligon, der wegen eines anderen Termins den Flug mit dem Fußballteam nach Medellín verpasst hatte, dankte ausdrücklich den Kolumbianern für die große Anteilnahme. Zum Schluss stimmten die Fans unter Tränen "Chape, Chape"-Jubelgesänge an.

Fifa-Präsident Infantino ist vor Ort

Brasiliens Präsident Michel Temer war am Flughafen, um den Opfern der Tragödie die letzte Ehre zu erweisen. Entgegen seiner ursprünglichen Pläne - er ist als Treiber der Amtsenthebung von Vorgängerin Dilma Rousseff umstritten und wird immer wieder ausgepfiffen - war er auch im Stadion bei der Trauerfeier, dort hielt er sich im Hintergrund. Auch der Fifa-Präsident Gianni Infantino nahm am Gedanken an die Opfer teil.

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