Polizisten bereiten sich darauf vor, an einer Tankstelle einen Verdächtigen in Gewahrsam zu nehmen. Mindestens 17 Menschen sind in der kanadischen Provinz Nova Scotia nach Polizeiangaben getötet worden.

Polizisten bereiten sich darauf vor, an einer Tankstelle einen Verdächtigen in Gewahrsam zu nehmen. Mindestens 17 Menschen sind in der kanadischen Provinz Nova Scotia nach Polizeiangaben getötet worden.

Foto: Tim Krochak/The Canadian Press

Katastrophe

Schock nach Blutbad in Kanada - Zahl der Toten steigt

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Von nord24
20. April 2020 // 06:49

Mitten in der Corona-Pandemie richtet ein Schütze im Osten Kanadas ein Blutbad an. Mindestens 17 Menschen sterben, die Polizei befürchtet noch mehr Opfer. Das Motiv ist unklar. Die dpa hatte zuvor von mindestens 14 Toten berichtet.

Mehr Opfer befürchtet

Das ganze Ausmaß des mutmaßlichen Amoklaufs eines 51-jährigen Tatverdächtigen sei noch nicht abzusehen, es werden noch mehr Opfer befürchtet, sagte Ermittler Chris Leather am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz in der Provinz. Wenige Stunden später sprach Kanadas oberste Polizeichefin, Brenda Lucki, beim Sender CBC von mindestens 13 Toten. Unter den Opfern ist eine langjährige Polizistin. Zudem ist der mutmaßliche Schütze tot.

Polizei stellt Täter

Der 51-Jährige war am Sonntagmittag nach einer langen Verfolgungsjagd an einer Tankstelle von der Polizei gestellt worden. Er sei dabei getötet worden, sagte Leather. Die Ermittlungen in diesem "tragischen Vorfall" befänden sich in einer frühen Phase, erklärte der Polizist.

Feuer gelegt

Per Notruf hatte die Royal Canadian Mounted Police Hinweise auf einen bewaffneten Angreifer in der kleinen Ortschaft Portapique erhalten. In einem Haus und auf dem umliegenden Grundstück hätten sie mehrere Leichen vorgefunden, von dem Täter keine Spur. Das führte zu einer 12-stündigen Verbrecherjagd quer durch Nova Scotia. Opfer seien an mehreren Tatorten in der Atlantik-Provinz gefunden worden. An einigen Stellen seien Feuer auf Grundstücken gelegt worden.

Akt „sinnloser Gewalt“

Zu dem Motiv des Schützen machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Leather zufolge deutet vieles darauf hin, dass der tatverdächtige Mann das Blutbad plante, dabei aber auch Menschen tötete, die er nicht kannte. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau sprach am Sonntagabend von einem Akt "sinnloser Gewalt". (dpa)

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