Dieses Videostandbild der Anwohnerin Carlota Manuela Martin Fuentes zeigt den Vulkanausbruch auf La Palma.

Der Vulkanausbruch hatte sich in den vergangenen Tagen durch Tausende kleine Erdbeben und eine leichte Anhebung des Erdbodens angekündigt.

Foto: picture alliance/dpa/AP

Katastrophe

Vulkanausbruch auf Kanareninsel La Palma

19. September 2021 // 18:47

Der Vulkanausbruch auf der kleinen Insel La Palma im Atlantik hatte sich eine Woche angekündigt. Am Sonntag gab es heftige Explosionen.

Vulkan auf La Palma bricht aus

Auf der spanischen Kanareninsel La Palma ist am Sonntag im Bereich der Cumbre Vieja ein Vulkan ausgebrochen. Um 15.12 Uhr Ortszeit (16.12 Uhr MESZ) habe es mehrere heftige Explosionen in der Gemeinde El Paso im Süden der Insel gegeben, berichtete die Zeitung „El País“.

Gesteinsbrocken fliegen durch die Luft

Anschließend begann der Vulkan große Mengen braunen und weißen Rauchs sowie Gesteinsbrocken und rotglühende Lava in die Luft zu schleudern. Der Vulkan habe mindestens vier Schlote, also verschiedene Stellen, an denen Asche, Rauch und Lava in die Höhe geschleudert würden, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE. In anderen Berichten war von drei bis sechs Schloten die Rede.

Keine Hinweise auf Verletzte

Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht. Der Ausbruch liege in einem nicht besiedelten Bereich der Insel, die insgesamt 83.000 Einwohner hat, berichtete der lokale Fernsehsender Canarias7 unter Berufung auf den regionalen Regierungschef der Kanaren, Ángel Víctor Torres. Etwa 300 Menschen seien bisher evakuiert worden, berichtete die Zeitung „Diario de Canarias“.

Berichte über Brände

Es sei noch nicht klar, in welche Richtung austretende Lava fließen werde. Auch von einigen Bränden in der Nähe bewohnter Gegenden wurde berichtet. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Der Ausbruch sei bisher nicht besonders explosiv.

Ausbruch hatte sich angekündigt

Der Ausbruch hatte sich in den vergangenen Tagen durch rund 6600 kleine und mittlere Erdbeben und eine leichte Anhebung des Erdbodens angekündigt. Die Behörden hatten die Menschen in der Nähe des Vulkangebiets aufgerufen, leichtes Gepäck mit ihrem Handy, wichtigen Dokumenten und eventuell benötigten Medikamenten vorzubereiten. (dpa)

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