Nele Mäder in ihrer geschminkten und verkleideten Rolle als Clownin Madame Lele.

Nele Mäder in ihrer geschminkten und verkleideten Rolle als Clownin Madame Lele.

Foto: Patzer/Fehlbus

Kultur

13-Jährige hat nur einen Berufswunsch: Clownin

Von Miriam Fehlbus
11. Juni 2020 // 08:00

Madame Lele besucht die Selma-Lagerlöf-Oberschule in Harsefeld. Mit bürgerlichem Namen heißt sie Nele Mäder. Für die 13-Jährige gibt es nur einen Berufswunsch: Clownin. Eigentlich sollte im April ihre Bühnenpremiere in einem Varieté-Theater in Hannover stattfinden. Dann kam Corona. Jetzt hoffen Madame Lele und ihr Lehrer Monsieur Momo wie so viele Künstler auf baldige Auftritte.

Ohne Worte zum Lachen bringen

Madame Lele dreht einen gelben Luftballon in den Händen, einmal hier knautschen, einmal dort ziehen, und schon ist der kleine Dackel fertig. Ein kleiner Knicks, dann wechselt der Gummi-Vierbeiner den Besitzer. Für die junge Künstlerin gibt es ein freudiges Lächeln des Beschenkten. „Wenn man es richtig kann, gelingt es, andere ohne Worte zum Lachen zu bringen“, sagt Nele Mäder.

Der Weg ist noch lang

Das ist ihr Ziel, und dafür muss sie noch viel lernen. Am liebsten würde sie sofort zur Clownschule gehen. In Hannover, Mainz und Konstanz ist es möglich, sich zum staatlich anerkannten Clown ausbilden zu lassen. Aber dafür muss sie erst 18 Jahre alt sein, sie ist aber erst 13. Ihr Lehrer Monsieur Momo, erfolgreicher Absolvent der Schule in Hannover, verkürzt die Zeit. Der 25-Jährige aus Nienburg an der Weser ist begeistert, mit welchem Einsatz seine Schülerin lernt und unterstützt sie.

Das Spiel mit Gesten und Mimik

Monsieur Momo alias Timo Lesniewski, Gewinner diverser Kleinkunstpreise, spazierte in Harsefeld mit kaputtem Schirm und unsichtbarem Hund über das Gelände. Die Sprüche zu einer zu geringen Fütterung des Tieres und die Fragen nach Hundekottüten kennt und liebt er. Das Improvisieren, das miteinander „sprechen“ – auf der einen Seite mit Worten auf der anderen mit Gesten und Mimik – ist es, was seinen Beruf jeden Tag anders sein lässt.

Kontakt zum echten Publikum

Keinen Tag hat Lesniewski seine Berufswahl bisher bereut. Nicht einmal jetzt, in Corona-Zeiten. Von einem Tag auf den anderen brach ein Großteil der Einnahmen weg, Auftritte wurden in Serie „verlegt“ – nicht abgesagt oder erstattet. Lesniewski lebte von Rücklagen und Online-Aktionen. Diese Zeit gibt den Künstlern Anlass, noch einmal kreativer zu werden.

Buche deinen Clown

Wer selbst Verstärkung bei einem feierlichen Anlass in Form von guter Laune ohne große Worte braucht: Unter der Mailadresse info@monsieur-momo.de oder telefonisch unter 0172/4 29 70 78 können die beiden Künstler einzeln oder als Duo gebucht werden.

Mehr über die Nachwuchs-Clownin lest ihr auf norderlesen.de.

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