Den Jazz der Bienen genießt Jazzgitarrist Jörg Seidel neuerdings in seinem Garten in Geestemünde. Foto: Hartmann

Den Jazz der Bienen genießt Jazzgitarrist Jörg Seidel neuerdings in seinem Garten in Geestemünde. Foto: Hartmann

Foto: Arnd Hartmann

Kultur

Der Jazz der Bienen: Gitarrist Jörg Seidel und sein Völkchen

9. August 2020 // 18:30

Sonst summen bei Jörg Seidel nur die Gitarrensaiten, doch jetzt bekommt der Jazzer aus Geestemünde Verstärkung: durch 120.000 Bienen im Hinterhof.

Wie Raumschiffe im All

Zwei gelbe Kästen hat ihm Stadtimker Andreas Bredehorn aufgestellt. Genau so, dass morgens die Sonne auf sie scheint. „Am ersten Tag drehten die Bienen in immer höheren Kreisen ihre Runden über den Stöcken, um ihren Standort zu bestimmen“, hat Seidel beobachtet. „Seit dem zweiten Tag schießen sie nun raus aus dem Stock und verschwinden wie Raumschiffe im Weltall“, schwärmt er.

Das Summen beruhigt

Wie viele freie Künstler hat Seidel derzeit wegen der Pandemie kaum Auftritte. „Das Bienenzüchten hilft gegen die Corona-Lethargie.“ Der Jazz der Bienen hat es ihm angetan. Gleich am ersten Tag habe zwei Stunden an den Kästen gestanden und dem Summen gelauscht: „Das wirkt ungemein beruhigend.“

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