Oliver K. Wnuk (l-r), Christoph Maria Herbst und Bjarne I. Mädel.

Oliver K. Wnuk (l-r), Christoph Maria Herbst und Bjarne I. Mädel.

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Kultur

"Stromberg"-Darsteller Christoph Maria Herbst wird 50

Von Ann-Kathrin Brocks
8. Februar 2016 // 07:20

"Also ich bin der Bernd, Bernd Stromberg, und ich bin Ressortleiter Schadensregulierung M bis Z...“ - mit diesen kargen Worten stellte sich Christoph Maria Herbst im Herbst 2004 dem ProSieben-Publikum in der ersten von insgesamt 46 Folgen seiner Serie „Stromberg“ vor. Sein Alter Ego mit schön polierter Halbglatze wurde zu einer Art Gütesiegel für Herbst. An diesem Dienstag wird der gebürtige Wuppertaler Christoph Maria Herbst 50. Sein Alter Ego Stromberg hat er nach dem abschließenden Kinofilm 2014 zwar ad acta gelegt. Strombergs fiese Sprüche aber bleiben unvergessen.

Keiner bleib verschont

Man hört ihn noch prahlen, feixen und fiese Witze machen. Keiner blieb verschont: „Das Büro ist wie ein Tierheim, lauter kleine Kläffer, die nicht freiwillig da sind“, charakterisiert Stromberg seine Abteilung. „Die Stimmung bei den Kollegen pendelt zwischen Kindergeburtstag und letzte Tage im Führerbunker.“ Vorm Kantinenkoch quetscht der Profilneurotiker mit bloßer Hand den Heidelbeerkuchen aus und nörgelt: „Schmeckt wie Oma unterm Arm.“ Der Ausländerfeind empfiehlt dem „Mikrowellen-Mongo“, sich selber als Würstchen servieren zu lassen. „Und die grünen Bohnen verkaufst Du wohl als Froschschenkel, wie?“

Das sagt Stromberg

  • über die Chef-Rolle
"Chef ist aber kein Job für Eierlose, sag ich gleich. Chef ist wie'n Wecker. Keiner will ihn, jeder hasst ihn, aber ohne ihn würden alle immer nur pennen, pennen, pennen." "Als Chef musst du auch Spannungen aushalten können und wenn die Luft mal wieder zum Schneiden ist, musst du ein Messer mitnehmen" „Als Chef hast du mehr Leichen im Keller als ein Krematorium.“ "Wenn du hier als Chef ein Furz lässt, fordert der Betriebsrat direkt ne Lärmschutzwand." "Ich bin für klare Hierarchien. Gott hat ja auch nicht zu Moses gesagt: 'Hier Moses, ich hab da mal was aufgeschrieben, was mir nicht so gut gefällt. Falls du Lust hast, schau doch da mal drüber.' Nein, da hieß es: Zack, 10 Gebote! Und wer nicht pariert kommt in die Hölle. Bums, aus, Nikolaus" "Karriere ist kein Plattenbau. Karriere ist 'ne Pyramide - da wird oben der Platz knapp." "Wenn du als Chef beliebt bist, kannst du auch sagen: Leute ihr geht alle drauf! Und die Leute rufen: Hurra!...So ist das"
  • über Angestellte und Kollegen
„Der Angestellte an sich ist wie ein Fluchttier: Wenn’s Probleme gibt, rennt er weg und macht große Augen.“ "Hier gibt es etliche Kolleginnen, wo ich sofort sagen würde, gründlich verschleiern könnte nicht schaden."
  • über seine Arbeit und sein Verhalten
"Büro ist wie... Achterbahn fahren, ein ständiges auf und ab. Wenn man das 8 Stunden machen muss, täglich, dann kotzt man irgendwann!" "Ich will anderen nie eine Grube graben, ich drücke Ihnen höchstens die Schaufel in die Hand, aber dann habe ich mit dem Rest nichts mehr zu tun..."
 „Richtige Helden sind immer alleine. So wie Tarzan. Der macht auch nicht erst 'nen Arbeitskreis und greift dann an die Liane.“
"Ich bin ja ein sehr geselliger Typ ... aber eben nicht zwingend mit anderen Leuten" "Mein Humor ist demokratisch - der geht gegen alle gleich. Inländer, Ausländer, Gott, Buddha - schnurzpiepe."

"Stromberg"-Darsteller Christoph Maria Herbst wird 50

Gegen das Kapital: Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) lehnt sich gegen seinen Arbeitgeber, der Capitol Versicherung, auf.

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