Seit dem 1. Juli 1981 ist in der ortsbildprägenden Burg Bederkesa das Archäologische Museum des Landkreises Cuxhaven untergebracht.

Seit dem 1. Juli 1981 ist in der ortsbildprägenden Burg Bederkesa das Archäologische Museum des Landkreises Cuxhaven untergebracht.

Foto: Arnd Hartmann

Kultur

Burg Bederkesa: „Von der Ruine zum Museum“

Autor
Von nord24
2. Juli 2021 // 14:59

Zu seinem Jubiläum zeigt das Museum Burg Bederkesa bis zum 31. August eine Sonderausstellung zum Umbau vor 40 Jahren.

Aufwendig saniertes Baudenkmal

Dieses Jahr wird das 40-jährige Bestehen der Burg Bederkesa als eines aufwendig sanierten Baudenkmals gefeiert, in dem sich das Archäologische Museum des Landkreises Cuxhaven befindet. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Museum Burg Bederkesa vom bis zum 31. August in einer Sonderausstellung historische Ansichten der Burg vor der Sanierung sowie eindrucksvolle Bilder vom Umbau.

1881 in Privathand verkauft

Wie der Landkreis mitteilte, wurde am 1. Juli 1981 in einer feierlichen Veranstaltung die Burg Bederkesa nach mehrjähriger Sanierung dem Landkreis Cuxhaven übergeben. 1881 war die Burg, die zuvor dem Amt Bederkesa als Verwaltungssitz diente, in Privathand verkauft worden. Fortan wurde sie als Hotel und Gaststätte genutzt. Ab den dreißiger Jahren bis 1971 wechselte die Burg dann mehrfach den Besitzer, wurde umgebaut und verfiel im Lauf der Zeit zunehmend.

Hitziger „Burgkrieg“ in Beers

Anfang der siebziger Jahre befand sich das Bauwerk in einem ruinösen Zustand, und es wurde dringend nach einer Lösung gesucht. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs in den sechziger Jahren hatte Bederkesa zunehmend Bedeutung im Fremdenverkehr bekommen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, die Burg einerseits zu sanieren und unmittelbar daneben ein hochgeschossiges Kur- und Ferienzentrum mit Eigentumswohnungen zu errichten. Das Bauprojekt erregte bald die Gemüter im Ort und gipfelte in einem „Burgkrieg“. Nach langen Debatten entschloss sich schließlich der damalige Landkreis Wesermünde zum Kauf der Burg.

Aufsatz von Jürgen Prieß

Nach der Entscheidung in einem Architektenwettbewerb wurde die Burg archäologisch untersucht, aufwendig saniert und mit der Infrastruktur für ein Archäologisches Museum umgebaut. Einen tieferen Einblick ins Thema gibt der Aufsatz „Von der Ruine zum Museum. Erinnerungen und Bemerkungen zum Wiederaufbau der Burg Bederkesa“ des früheren Oberkreisdirektors Jürgen Prieß („Jahrbuch der Männer vom Morgenstern“, Band 81, Seite 341 bis 360).

Exponate zur baulichen Entwicklung

In der eigens von Archäologierat Dr. Andreas Hüser, dem Leiter des Museums Burg Bederkesa, zum Jubiläum zusammengestellten Sonderausstellung zeigt das Museum Exponate, die die bauliche Entwicklung des ortsprägenden Bauwerks in den 40 Jahren zeigt. Ein Teil der Fotos stammt aus dem Archiv der Archäologischen Denkmalpflege und aus der umfangreichen Dokumentation der Burggesellschaft Bederkesa, die seinerzeit als bürgerschaftliche Vertretung im Burgkuratorium vertreten war. Auch Fotos aus einer Dokumentation des für die Sanierung verantwortlichen Architekten Heiner Thees werden in der Ausstellung gezeigt. Die Ausstellung ist über das ganze Haus verteilt und zu den regulären Öffnungszeiten des Museums (derzeit dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr) zu besichtigen.

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