Der Zoll hat eine Frau mit einem Kilo Kokain in ihren Brustimplantaten geschnappt.

Der Zoll hat eine Frau mit einem Kilo Kokain in ihren Brustimplantaten geschnappt.

Foto: Foto Felix Hörhager/dpa

Kurios

Brustimplantate als Kokainversteck

Von Lili Maffiotte
9. März 2016 // 14:53

Da staunten die Zollbeamten nicht schlecht: Weil eine 24 Jahre alte Kolumbianerin am Frankfurter Flughafen bei der Einreisekontrolle über Schmerzen in der Brust klagte, haben die Zöllner sie mit Hilfe einer Computertomographie durchleuchtet. Und siehe da: Die Erntehelferin aus Bogota transportierte jeweils 500 Gramm hochreines Kokain als teigförmige Masse in ihren Brustimplantaten. 

Frische Operationsnarben an der Brust

Die Frau und dreifache Mutter wollte weiterreisen nach Spanien. Die Bundespolizei schöpfte bei der Einreisekontrolle Verdacht, weil sie frische Operationsnarben an der Brust hatte. "Dieses ist der erste Fall in Deutschland, bei dem in dieser Form Rauschgift im Körper geschmuggelt wurde", sagte Zollsprecher Hans-Jürgen Schmidt. Die Implantate wurden bei einer Operation in der Frankfurter Uniklinik entfernt.

Frau sitzt in Untersuchungshaft

Das Kokain habe einen Wert von 50 000 Euro - durch Strecken wären auf dem Schwarzmarkt 200 000 Euro zu erzielen gewesen. Es sollte nach den Ermittlungen in Spanien wieder entfernt werden. Die Frau wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

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