„i bims“ wurde 2017 zum Jugendwort des Jahres gewählt

„i bims“ wurde 2017 zum Jugendwort des Jahres gewählt

Foto: picture alliance / Lino Mirgeler/dpa

Kurios

„Sheesh“, „wild“ und „cringe“ in Jugendwort-Top-10

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Von nord24
11. August 2021 // 08:07

Jugendliche sind dazu aufgerufen, aus zehn Vorschlägen über das Jugendwort des Jahres 2021 abzustimmen.

„Sheesh“, „sus“ und „wild“

Auf der am Montag vom Langenscheidt-Verlag veröffentlichten Liste der Top 10 stehen Begriffe wie „Sheesh“ (Ausdruck des Erstaunens), „wild“ (krass), „cringe“ (peinlich, Fremdscham) und „sus“ (verdächtig). Es handle sich um die zehn am häufigsten vorgeschlagenen Begriffe für 2021. Das Wort „sus“ hat seinen Ursprung laut Pons-Verlag, zu dem Langenscheidt nun gehört, in dem beliebten Online-Spiel Among Us.

Scherzhafte Beleidigung

Auch „akkurat“, „same“ (Zustimmung signalisierend), „Digga“ (Freund, Kumpel) und „papatastisch“ (fantastisch, schön) fanden den Weg auf die Liste. „Geringverdiener“ wird Pons zufolge von Jugendlichen als eine scherzhafte Beleidigung für Verlierer genutzt.

Auch ein Meme in der Top 10

Und ein Meme hat es ebenfalls in die Top 10 geschafft: Ein Frosch, der mit „Es ist Mittwoch, meine Kerle“ auf den Wochentag hinweist, erfreut sich online offensichtlich großer Beliebtheit. „Mittwoch“ landete daher ebenfalls auf der Liste.

Jugendwort wird am 25. Oktober verkündet

Für das Jugendwort des Jahres kann bis 13. September aus den Top 10 ausgewählt werden. Aus den dann entstandenen Top 3 können Jugendliche erneut bis zum 18. Oktober ihren Favoriten wählen. Das Jugendwort 2021 soll dann am 25. Oktober verkündet werden. (dpa/znn)

Ein Überblick der bisherigen Jugendwörter

  • 2020: Lost. In der Jugendsprache ist damit jemand gemeint, der sich ahnungslos, unsicher oder unentschlossen verhält. Im Englischen bedeutet das Wort „verloren“.
  • 2018: Ehrenmann/Ehrenfrau. Diese Wortschöpfung bedeutet „jemand, der etwas Besonderes für dich tut“.
  • 2017: I bims. Der Ausdruck bedeutet „Ich bin“ oder „Ich bin’s“ und ist ein Sprachphänomen aus den sozialen Medien.
  • 2016: Fly sein. Der Ausdruck kommt aus der Hip-Hop-Sprache und soll so viel bedeuten wie: jemand oder etwas „geht besonders ab“.
  • 2015: Smombie. Das aus Smartphone und Zombie zusammengesetzte Wort beschreibt jemanden, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.
  • 2014: Läuft bei dir. Vor drei Jahren wurde ein Satz zum „Jugendwort“ gekürt. Er soll als Synonym für cool oder krass gelten.
  • 2013: Babo. Das Wort bedeutet so viel wie Boss oder Anführer. Der Ausdruck erinnert an den türkischen Begriff Baba (Vater).
  • 2012: Yolo. Das ist ein Akronym und steht für „You only live once“ - eine Aufforderung, alle Chancen auf Erlebnisse zu nutzen.
  • 2011: Swag. Der US-amerikanische Ausdruck bezeichnet eine „beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung“ oder eine „charismatisch-positive Aura“. Wörtlich übersetzt bedeutet „to swagger“ stolzieren, prahlen oder schwadronieren, und „swaggerer“ heißt Aufschneider oder Angeber.
  • 2010: Niveaulimbo. Mit dem Begriff beschrieben Jugendliche das Absinken des Niveaus beispielsweise im Fernsehprogramm, bei Partys oder in Gesprächen.
  • 2009: hartzen. Das an Hartz IV angelehnte Wort kann so etwas wie herumhängen oder auch arbeitslos heißen.
  • 2008: Gammelfleischparty. Damit ging alles los. Das erste „Jugendwort des Jahres“ ist eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für eine Ü-30-Party.
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