Ständige Richtungswechsel beim Fußballtraining können bei jungen Spielern O-Beine begünstigen.

Ständige Richtungswechsel beim Fußballtraining können bei jungen Spielern O-Beine begünstigen.

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Kurios

Studie: O-Beine durch Fußballtraining

Von nord24
16. Juni 2018 // 21:30

Weltmeisterschaft oder nicht: Wer es im Profifußball zu etwas bringen will, muss schon als Kind trainieren. Doch das kann Folgen haben: Betreiben Heranwachsende Fußball als Leistungssport, haben sie ein erhöhtes Risiko, O-Beine zu entwickeln.

O-Beine erhöhen Risiko für eine Kniegelenksarthrose

Das ergab eine Studie von Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität München, die im "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlicht wurde. O-Beine seien keineswegs nur ein Schönheitsfehler, berichtete Studienleiter Peter Helmut Thaller. Vielmehr erhöhe sich damit später im Erwachsenenalter das Risiko für eine Kniegelenksarthrose.

Plötzliche Richtungswechsel als mögliche Ursache für Fehlbildung

Thaller und sein Team werteten verschiedene Studien aus. Die Analyse ergab, dass bei jugendlichen Spitzen-Fußballern der Abstand zwischen den Knien im Schnitt um eineinhalb Zentimeter größer war als in den Kontrollgruppen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei heranwachsenden Fußballern die chronische Überlastung auf dem Spielfeld mit ständigen plötzlichen Richtungswechsel und Manövern die Ursache für die Fehlbildung ist.

Ähnliche Hinweise bei Tennis und Feldhockey

Der Mediziner wertete mit seiner Arbeitsgruppe die Daten von 1344 jungen Fußballern aus und stellte sie Daten von 1277 anderen Jugendlichen gegenüber, die entweder kaum Sport betrieben oder einen anderen Leistungssport. Ähnliche Hinweise auf ein Risiko für O-Beine gebe es auch bei Tennis und im Feldhockey im Leistungssport. Jedoch sei die Datenlage hier dünn.

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