Sanduhr

Eines steht fest: Gerade dann, wenn man sie am meisten braucht, rinnt sie einem wie Sand durch die Finger - die Zeit.

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Was ist eigentlich Zeit?

Von nord24
27. März 2016 // 06:39

Einfache Frage - schwere Antwort. Zeit ist relativ, sagt Einstein. Zeit ist absolut, sagt die Uhr. Zeit hat man auf jeden Fall nie genug, sagt die menschliche Wahrnehmung. Nord24 hat sich dem Phänomen Zeit ein wenig genähert.

Der Augenblick dauert drei Sekunden

Nüchtern betrachtet ist Zeit eine physikalische Größe, deren Standard-Maßeinheit die Sekunde ist. Als solche beschreibt die Zeit eine Abfolge von Ereignissen. Gebildet wird sie aus dem Dreiklang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Als Gegenwart wird von unserem Gehirn übrigens ein Zeitabschnitt von etwa drei Sekunden wahrgenommen. Wer also ganz bewusst jeden "Augenblick" genießen möchte, tut das am besten in Drei-Sekunden-Blöcken.

Zeit vergeht gefühlt unterschiedlich schnell

Dass die Zeit aber viel mehr ist als das, was die Uhr misst, hat sicher jeder schon mal festgestellt. Die gefühlte Zeit kann stark von der tatsächlich vergangenen Zeit abweichen. Zwei Wochen Sommerurlaub sind vorbei, noch bevor sie richtig angefangen haben. Dagegen dauern die Minuten, in denen man auf einen wichtigen Anruf wartet, mehr als nur eine halbe Ewigkeit.

Warum uns der Hinweg immer länger vorkommt als der Rückweg

Generell lässt sich sagen, dass uns ein Ereignis umso länger vorkommt, je höher die geistige Tätigkeit ist, die es verlangt. Strengen wir unser Gehirn dagegen weniger an, kommt es uns so vor, als vergehe die Zeit schneller. Daher kommt uns der Hinweg einer Reise auch immer länger vor als der Rückweg (sofern man denselben Weg wählt): Der Rückweg ist bekannt und erregt dadurch weniger Aufmerksamkeit und Denkprozesse.

Zeit ganz groß und Zeit ganz klein

Aber zurück zur Physik: Die meisten Wissenschaftler sind sich heutzutage darüber einig, dass es die Zeit nicht "schon immer" gibt. Zusammen mit dem Raum und der Materie soll sie während des Urknalls entstanden sein: also vor etwa 13,8 Milliarden Jahren. Somit ist die Frage, was vor dem Urknall war, ziemlich simpel zu beantworten: Es gab kein "davor". Weil es keine Zeit gab.

Nichts ist kürzer als die Planck-Zeit

Die Zeit kann aber nicht nur groß, sie kann auch ganz klein. Der kürzeste Zeitraum, für den die bekannten Gesetze der Physik anwendbar sind, wird Planck-Zeit genannt. Ausgeschrieben umfasst diese winzige Zeitspanne etwa  0,000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 05 Sekunden. Dagegen erscheint ein Augenblick beinah unendlich lang.

Sanduhr

Wie unterschiedlich man die Zeit wahrnehmen kann, hat der Jahrhundert-Physiker Albert Einstein mal so ausgedrückt: "Wenn man mit dem Mädchen, das man liebt, zwei Stunden zusammensitzt, denkt man, es ist nur eine Minute; wenn man aber nur eine Minute auf einem heißen Ofen sitzt, denkt man, es sind zwei Stunden - das ist die Relativität."

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