Dem Landwirt aus Osterbruch wird vorgeworfen im Februar auf den Cuxhavener Kreisveterinär geschossen zu haben.

Dem Landwirt aus Osterbruch wird vorgeworfen im Februar auf den Cuxhavener Kreisveterinär geschossen zu haben.

Foto: Wagner/dpa

Cuxland

Bauer schießt auf Tierarzt: Angeklagter hat „mangelhafte Konfliktfähigkeit“

Von nord24
22. August 2017 // 19:40

Ein schießwütiger Bauer aus Osterbruch steht wegen versuchten Mordes vor dem Stader Landgericht. Der 56-Jährige hat Anfang Februar auf den Kreisveterinär geschossen. Jetzt hat sich ein Psychiater den Angeklagten angeschaut.

Keine emotionalen Schwankungen

Keine Persönlichkeitsstörung, keine emotionalen Schwankungen, dafür „ein starkes Autonomiebestreben“ und „mangelhafte Konfliktfähigkeit“: Im Prozess gegen den 56-jährigen Landwirt aus Osterbruch, der sich wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Stade verantworten muss, sagte am Montag ein psychiatrischer Sachverständiger aus.

Zorn und Enttäuschung im Spiel

Dass der Osterbrucher am 1. Februar zur Waffe griff, sei vor allem der damaligen Situation geschuldet, so der Gutachter: „Er war nicht davon ausgegangen, dass die Wegnahme der Tiere so zeitnah erfolgt.“ Zorn und Enttäuschung seien sicherlich im Spiel gewesen, aber für einen „affektiven Impulsdurchbruch“ gebe es keine Hinweise.

Prozess geht am 6. September weiter

Der Prozess soll am Mittwoch, 6. September, fortgeführt und abgeschlossen werden. Dann stehen die Plädoyers auf der Tagesordnung. Außerdem will der Angeklagte eine Erklärung abgeben. (man)

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