Ausgewandert nach Kanada: Reinhold und Beatrice Lohsen mit Enkel Finley in Victoria (Vancouver Island).

Ausgewandert nach Kanada: Reinhold und Beatrice Lohsen mit Enkel Finley in Victoria (Vancouver Island).

Foto: pr

Cuxland

Beerster Autohausbesitzer lebt seit 2007 in Kanada

Von nord24
29. September 2018 // 18:30

Autofahrer werden sich noch gut an ihn erinnern: Reinhold Lohsen, Besitzer und Chef des ehemaligen Beerster Autoparks, bekannt unter dem Motto „Een Auto ut Beers“. 2006 hat er sein Unternehmen, das sich heute Autopark Bederkesa nennt, verkauft und ist endgültig nach Kanada ausgewandert. Bereits 1985 wurde er kanadischer Staatsbürger, seine Frau 30 Jahre später. Jüngst meldete er sich aus seinem Wohnort Victoria auf der pazifischen Insel Vancouver Island.

Oft zwischen Beers und Kanada gependelt

Lohsens kanadischer Lebenslauf begann schon 1982 in Calgary am Fuß der Rocky Mountains. „Aber ich musste zwischenzeitlich immer wieder zurück“, erzählt der 70-Jährige, „um den Laden auf Vordermann zu bringen.“ Sein Vater, der den Betrieb damals noch leitete, sei „ein großer Techniker gewesen, aber betriebswirtschaftlich hat’s bei ihm gefehlt“. 1985 übergab Lohsen die Leitung an den Verkaufsleiter und kehrte nach Calgary zurück. „Dort, in der Ölmetropole Kanadas, gab es viel zu tun.“ Er habe bei Mercedes Benz im Management gearbeitet und den Betrieb mit aufgebaut. „Meine berufliche Stärke war, Betriebe zu retten,“ sagt Lohsen. So habe er „in kürzester Zeit gut Geld verdient, ein ganzes Haus“.

Autohaus vor Konkurs gerettet

1995 endete Lohsens Karriere in Calgary. Er musste seinen Beerster Autopark vor dem Konkurs retten. „Die von einem Pächter verursachte Insolvenz war unvermeidbar“, sagt Lohsen. Aber innerhalb von etwa fünf Jahren sei die Rettung mithilfe seines Sohnes Dennis und vor allem seiner Frau Beatrice gelungen, die als Buchhalterin und Chefin mit zwölfstündigen Arbeitstagen maßgeblich dazu beigetragen habe.

Schon Grabstätte in Kanada gekauft

„Der plötzliche tragische Tod unseres Sohnes brachte die Wende,“ sagt Lohsen. „Ich verkaufte meinen Betrieb an Roland Lepper und bin mit meiner Frau am 7. Juli 2007 in unser jetziges Haus in Victoria auf Vancouver Island eingezogen.“ Eine Rückkehr lehnt er mit einem kräftigen „Nein“ ab. „Im Gegenteil, ich habe schon eine Grabstätte gekauft, in weiser Voraussicht, Gräber werden immer teurer, und Geld soll ja noch für die sechs Enkel übrig bleiben. (hst)

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