Luftsprünge vor Freude: Annika Wachter und Roberto Gallegos erreichen nach 13 Tagen das Ende des Dempster Highways in Kanada. Foto Wachter

Luftsprünge vor Freude: Annika Wachter und Roberto Gallegos erreichen nach 13 Tagen das Ende des Dempster Highways in Kanada. Foto Wachter

Foto: Annika Wachter

Cuxland

Beersterin macht fantastische Weltreise auf dem Fahrrad

Von Jens Gehrke
3. Januar 2016 // 15:20

Annika Wachter und ihr Freund Roberto Gallegos radeln und radeln und radeln. Seit vier Jahren tun sie das schon. Zurückgelegt haben sie in dieser Zeit eine Strecke von rund 26 000 Kilometern durch 27 Länder. Und sie sind noch nicht am Ziel ihrer Reise. Weihnachten 2013 verbrachte das Paar bei sengender Hitze in Australien. Auch damals berichtete die NORDSEE-ZEITUNG über die Weltreise der 29-Jährigen aus Bad Bederkesa und ihrem 32-jährigen Freund, der aus Mexiko stammt. Seitdem haben sie weitere 11 000 Kilometer zurückgelegt – und unzählige Abenteuer erlebt.

Zwischenstopp im Land der Kiwis

„Nach Weihnachten und Silvester in Melbourne sind wir damals nach Sydney geradelt“, berichtet Wachter. Von dort aus ging es nach Christchurch in Neuseeland. Eine Radelpause stand an. Ein ganzes Jahr verbrachten sie bei den Kiwis, wie sich die Neuseeländer selbst bezeichnen, um Geld zu verdienen. „Wir haben genommen, was wir kriegen konnten und so viele Stunden gearbeitet, wie wir nur konnten“, berichtet Wachter. Die Rechnung ging auf: Am Ende hatten sie genug Geld zusammengespart, um bis nach Mexiko, ins Heimatland Gallegos’, zu radeln. Doch bis sie dort ankamen, vergingen noch einige Monate.

Vorsicht - Bären lauern in den USA am Wegesrand

Zunächst ging es für drei Wochen nach Hawaii und von dort aus weiter gen Norden nach Anchorage, Alaska. „Wir sind über den Top-of-the-World-Highway nach Chicken und dann zur nördlichsten Grenze mit Kanada geradelt“, sagt Wachter. Diese Etappe war nicht ganz ungefährlich: Wer hier unterwegs ist, muss damit rechnen, Bären zu begegnen. Für den nächsten Streckenabschnitt taten Wachter und Gallegos sich mit drei weiteren Radlerinnen zusammen, denn nun wollten sie den Dempster Highway in Nordkanada bezwingen. „Der Dempster ist 740 Kilometer lang und führt hinauf nach Inuvik am 68. Breitengrad“, so Wachter. Auch hier war Vorsicht geboten, denn: „Auf dem Dempster sollen Schwarzbären und Grizzlies leben, die Radler eher als Essen auf Rädern kennen“, begründet Wachter ihre Entscheidung, die Strecke als Gruppe zu fahren.  Die Taktik ging auf.

Gastfreundliche Amerikaner versüßen Weltreise

Nach dem Abenteuer Dempster ging es südwärts, und im September reisten Wachter und Gallegos in die USA ein. Sie fuhren die Westküste hinunter durch Washington, Oregon und Kalifornien. „Die Amerikaner haben uns mit einer extrem gastfreundlichen Art überrascht“, sagt Wachter. „Wir wurden mehrfach völlig unverhofft von Fremden in ihre Privathäuser eingeladen und haben viele neue Freunde gefunden.“

Ankunft im mexikanischen Tijuana

Im November passierten die beiden die Grenze nach Mexiko. Sie fuhren nach Tijuana – Gallegos’ Heimatort. Hier machen sie eine Winterpause. Nun heißt es wieder, die Reisekasse mit Nebenjobs aufzufüllen. Wachter schreibt: „Die Räder stehen, aber wir sind aktiv.“ Von Sophia Welbhoff      

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