Ein gemeinsames Hafenkonzept soll für weniger Ausbaggerungen sorgen. Denn deren Folgen belasten auch den Nationalpark Wattenmeer.

Ein gemeinsames Hafenkonzept soll für weniger Ausbaggerungen sorgen. Denn deren Folgen belasten auch den Nationalpark Wattenmeer.

Foto: Leuschner

Cuxland

Beirat des Nationalparks Wattenmeer möchte gemeinsames Hafenkonzept

Von Kristin Seelbach
6. April 2016 // 18:03

Der Beirat der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer wünscht sich ein gemeinsames norddeutsches Hafenkonzept. Dies gaben die Verantwortlichen am Mittwoch nach ihrer Frühjahrssitzung im Wattenmeer Besucherzentrum in Cuxhaven bekannt. 

Holger Wesemüller: "Ein tiefer Hafen reicht aus"

Ein tiefer Hafen in Norddeutschland wie der Jade-Weser-Port reicht in den Augen des stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Holger Wesemüller aus. Stimme man sich hier ab, können die Zahl der Ausbaggerungen um Häfen und Fahrrinnen frei zu halten, deutlich reduziert werden, machte er deutlich. Somit könnte auch die Menge des schädlichen Schlicks reduziert werden.

Rund 16 Millionen Tonnen Sand und Schlick

Alleine in den Außenbereichen von Ems, Weser und Jade werden nach Angaben des Wattökologen Dr. Gregor Scheiffarth jährlich rund 16 Millionen Tonnen Sand und Schlick ausgebaggert und an anderer Stelle wieder verklappt, also ausgebracht. Dazu kommen rund 500000 Tonnen, die vor Inseln und kleineren Küstenhäfen gebaggert werden.

Schäden an Flora und Fauna

Wird das entnommene Material an anderer Stelle wieder ausgebracht, schade dies den dort lebenden Organismen wie zum Beispiel Muscheln, Seenelken oder -scheiden. Flora und Fauna werden verändert, Lebensräume zerstört. Zudem seien die Eingriffe kostspielig.

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