Damit sich nie wieder der Fehlerteufel einschleicht, haben Gisela und Werner Holst ihre 22-stellige Kontonummer IBAN auf einen Stempel prägen lassen. Seit 1. Februar ist der Zahlencode auch für private Bankkunden Pflicht.  Foto Leuschner

Damit sich nie wieder der Fehlerteufel einschleicht, haben Gisela und Werner Holst ihre 22-stellige Kontonummer IBAN auf einen Stempel prägen lassen. Seit 1. Februar ist der Zahlencode auch für private Bankkunden Pflicht. Foto Leuschner

Cuxland

Cappeler Senioren stempeln bei der Bank

Von Heike Leuschner
3. Februar 2016 // 08:00

Seit Montag ist sie für private Verbraucher Pflicht – die internationale Kontonummer IBAN. Wer stattdessen seine alte Bankleitzahl und die bisherige Kontonummer verwendet, läuft Gefahr, dass seine Überweisung nicht bearbeitet wird. Gisela und Werner Holst nutzen die IBAN schon länger. Damit sich nie wieder Schreibfehler in die 22-stellige Kombination einschleichen, haben sie sich dafür einen Stempel anfertigen lassen. „Das ist auch was für jüngere Leute“, finden die Cappeler Senioren. Zwei Mal habe er die IBAN-Nummer auf Überweisungsträgern falsch angegeben, ohne es zu merken, berichtet Werner Holst. Mit ärgerlichen Folgen: Die Anweisung kam unbearbeitet zurück und die Mahnung gleich dazu. „Diesen Ärger und die Aufregung steckt man im Alter nicht mehr so einfach weg“, sagt der 79-Jährige.

Bank empfiehlt Stempel

Damit ihm das nie wieder passiert, hat sich Werner Holst die Buchstaben-Zahlen-Kombination bei einem Büroausstatter in Cuxhaven für 14 Euro auf einen Stempel prägen lassen. Den hat er nun bei jedem Bankbesuch dabei. „Inzwischen kennt mich mein Kreditinstitut schon“, sagt der 79-Jährige und schmunzelt. „Ich werde neuerdings mit den Worten ‚Ach, der Mann mit dem Stempel ist wieder da‘ begrüßt.“ Inzwischen würde die Bankangestellte die Neuerung auch anderen Kunden empfehlen.

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