Schauspieler Till Demtrøder ist neuer "Bootschafter" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Schauspieler Till Demtrøder ist neuer "Bootschafter" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Foto: Leuschner

Cuxland

Cuxhaven: Seenotretter helfen 500 Menschen in Gefahr

Von nord24
16. Januar 2018 // 17:45

Sie fahren raus, wenn andere im sicheren Hafen festmachen: Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger haben 2017 erneut vielen Menschen an Nord- und Ostsee Hilfe in größter Not gebracht. Jetzt haben sie in Cuxhaven ihre Jahresbilanz und einen neuen "Bootschafter" vorgestellt.

58 Menschen aus Seenot gerettet

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat 2017 an Nord- und Ostsee 58 Menschen aus Seenot gerettet und 432 weitere aus teils lebensbedrohlichen Situationen befreit. Dazu seien die Besatzungen auf ihren 59 Rettungskreuzern und Booten mehr als 2050 Mal im Einsatz gewesen, hieß es von der DGzRS am Dienstag in Cuxhaven.

Seenotretter vor 153 Jahren gegründet

Die meisten Einsätze (1174) liefen an der Ostseeküste. Seit der Gründung vor 153 Jahren haben die Seenotretter so - laut eigener Statistik - insgesamt mehr als 84.500 Menschen auf See geholfen.

Till Demtrøder ist neuer "Bootschafter"

Neben der Jahresbilanz stellten die Seenotretter auch ihren neuen "Bootschafter" vor. Schauspieler Till Demtrøder (50) folgt auf TV-Moderatorin Heike Götz. Einem breiten Publikum ist der gebürtige Hamburger unter anderem durch seine Rolle als Henning Schulz in der ARD-Serie "Großstadtrevier" bekanntgeworden. Nun will er ein Jahr ehrenamtlich für die DGzRS werben.

Spektakuläre Rettungen

2017 gab es auch spektakuläre Einsätze bei den Seenotrettern: Im November brach in einem Windparkschiff nordwestlich von Helgoland ein Brand im Maschinenraum aus. Die Seenotretter brachten acht Windparktechniker in Sicherheit und schleppten das havarierte Schiff zur Insel.

Vermisste Taucher vor Fehmarn

Im Juli entdeckten die Einsatzkräfte vor Fehmarn zwei vermisste Taucher und brachten sie unterkühlt an Land. Im Juni kenterte der Katamaran dreier Segler bei Peenemünde in der Ostsee. Zwölf Stunden lang harrten sie und ihr Hund auf dem havarierten Schiff aus, bis die Rettung kam. (epd/dpa)

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