Dass er einmal erfolgreich Kinderbücher schreiben würde, hätte Finn-Ole Heinrich nie gedacht: Er wuchs im „langweiligen und kulturell verarmten“ Cuxhaven auf.

Dass er einmal erfolgreich Kinderbücher schreiben würde, hätte Finn-Ole Heinrich nie gedacht: Er wuchs im „langweiligen und kulturell verarmten“ Cuxhaven auf.

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Cuxland

Cuxland-Karrieren: Finn-Ole Heinrich erzählt

Von nord24
4. April 2016 // 07:00

Dass er einmal erfolgreich Kinderbücher schreiben würde, hätte Finn-Ole Heinrich nie gedacht.  Angefangen hat der Cuxhavener denn auch mehr oder weniger durch Zufall damit. Als er von einem Hörbuchverlag angesprochen wurde, ob er nicht auch mal etwas für Kinder schreiben wolle, erinnert er sich an einen Block mit Notizen, die er einst bei einem Urlaub im Libanon aufgeschrieben hatte – das Grundgerüst zu Frerk. „Dann ging es schnell“, erinnert sich Finn-Ole Heinrich.

Jugendliteraturpreis gewonnen

Für sein 2012 erschienenes Buch  „Frerk, du Zwerg!“  bekam Heinrich den renommierten Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Kinderbuch verliehen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Junge Frerk, der laut Jury „eher wie ein Sachbearbeiter als ein Schulkind“ aussieht und beim Völkerball im Sportunterricht immer in die Mädchenmannschaft gewählt wird. Erst ein mysteriöses Ei, dem eine Horde Zwerge entschlüpft, verändert sein Leben.

Ein Küstenkind

Aufgewachsen ist Finn in Cuxhaven. Dorthin war er im Alter von fünf Jahren mit Mutter und Schwester nach der Trennung seiner Eltern gezogen. In seiner Jugend nimmt er Cuxhaven als „langweilig und kulturell verarmt“ wahr. Doch auch hier entdeckt er die positiven Seiten. „Wenn man was erleben wollte, musste man selber was machen“, sagt er. In der 9. Klasse des Abendroth-Gymnasiums beginnt er Theater zu spielen, dreht Filme, probiert sich aus. Der Beginn seines „kulturellen Erwachens“, wie der 33-Jährige umschreibt. Er spielt erst kleinere, dann größere Rollen.

Der Wandel des Finn-Ole Heinrich

„Und plötzlich habe ich gemerkt, dass es mir Spaß macht, Texte zu lesen und mit ihnen zu arbeiten“, erinnert er sich. Mit 16 beginnt er an seinem ersten Buch zu schreiben – jeden Tag ein paar Stunden. Das Buch wird nie fertig – „eine Katastrophe“, sagt Finn im Nachhinein und lacht. Ermuntert von einer anderen jungen Autorin meldet er sich dann bei einem Nachwuchswettbewerb an und gewinnt direkt einen Preis. In der Folge bekommt er ein Stipendium des Literatur Labors Wolfenbüttel. „Das waren Türöffner“, sagt er. Warum es Finn-Ole Heinrich jetzt nach Frankreich verschlagen hat und welches größere Projekt er mit seinem Buch „Abenteuer der Maulina Schmitt“ verfolgt, erfahrt ihr in der heutigen Ausgabe der NORDSEE-ZEITUNG.

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