Das Deichbrand-Festival ist eine Baustelle, mit denen sich Marcus Itjen in seinen ersten Jahr als Bürgermeister beschäftigt hat.  Foto Leuschner

Das Deichbrand-Festival ist eine Baustelle, mit denen sich Marcus Itjen in seinen ersten Jahr als Bürgermeister beschäftigt hat. Foto Leuschner

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Cuxland

„Die Flüchtlingssituation toppt alles“

Von Heike Leuschner
30. Dezember 2015 // 18:02

Er habe es unterschätzt, dass seinen Job vorher zwei Leute erledigt haben, sagt Marcus Itjen (parteilos) nach seinen ersten 365 Tagen als Bürgermeister der Fusionsgemeinde Wurster Nordseeküste. Dabei wirkt der Verwaltungsfachmann im NZ-Gespräch nicht etwa amtsmüde. Im Gegenteil. Itjen mag seinen Job. „Dass man so nah und direkt dran ist an den Dingen“, gehört für den 40-Jährigen dazu. Und die können auch ganz klein sein. „Manchmal reicht es schon, für einen Altglascontainer einen neuen Standort zu finden, um jemanden glücklich zu machen.“

Belastungsskala von eins bis zehn

Herr Itjen, nach Ihren ersten 100 Tagen als Bürgermeister haben Sie Ihrer Amtszeit auf einer Belastungsskala von 1 bis 10 die Note 9 erteilt. Welche Gesamtwertung bekommt Ihr erstes Jahr? Marcus Itjen: Zunächst muss ich meine Antwort für die ersten 100 Tage auf 7 revidieren. Jetzt ist es eine 9,5.

Drei Top-Ereignisse des Jahres

Wenn Sie 2015 Revue passieren lassen, welches waren die drei Top-Ereignisse? Die Flüchtlingssituation hat alles andere überragt. Es hat keiner damit gerechnet, dass es diese Ausmaße annehmen würde. Das fordert die Mitarbeiter in besonderem Maße, weil wir eigentlich permanent organisieren müssen. Vieles, was im Alltagsgeschäft eigentlich laufen muss, tritt in den Hintergrund. Top 2 geht an die Planung für die neue Nordholzer Kinderkrippe. Auch das war ein Berg Arbeit. Und Top 3 gilt dem gesamten Bereich Feuerwehr. Dazu kommen innere Abläufe, die nach der Fusion neu organisiert werden mussten. Aber die Flüchtlingssituation toppt wirklich alles.

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