Heike Windus alias Mathilde ut Beers erklärt das Denkmal der "einkaufenden Hausfrau" Mathilde ut Beers.

Heike Windus alias Mathilde ut Beers erklärt das Denkmal der "einkaufenden Hausfrau" Mathilde ut Beers.

Foto: Haastert

Cuxland

Dorfspaziergang mit Mathilde ut Beers

Von nord24
1. September 2018 // 20:45

Mathilde ut Beers gibt es wirklich: Sie heißt Heike Windus und ist Gästeführerin der Tourismus, Kur und Freizeit GmbH (TKF) in Bad Bederkesa. Schon als Apothekenhelferin lernte sie den Umgang mit Menschen und erkannte, dass ihr der Kontakt und das beratende Gespräch mit den Kunden lag und gefiel. Vor sechs Jahren fand sie mit dieser Begabung ihren Traumberuf. Die gut eineinhalbstündige und kostenfreie Tour durch Beers beginnt immer freitags um 14 Uhr auf dem Burgplatz. Heike Windus begrüßt die Teilnehmer mit aufmunterndem Blick, adrett bekleidet mit schwarzem Rock, Oberteil, weißer Bluse und breitrandigem schwarzen Hut – wie Mathilde ut Beers, die „einkaufende Hausfrau“, der vor dem Rathaus ein eigenes Denkmal gesetzt wurde. „Bad Bederkesa ist der einzige Ort in Deutschland, in dem die deutsche Hausfrau mit einem Denkmal gewürdigt wird,“ erklärt die Gästeführerin.

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten

Windus führt ihre Gäste zu ausgewählten, den Charakter des Ortes prägenden Sehenswürdigkeiten: Burg, Amtsscheune, Moortherme, See, Mühle und Bösehof sind nur einige Beispiele. Für ihre verständlichen, kenntnisreichen und mit erheiternden Geschichten geschmückten Ausführungen lässt sie sich Zeit.  "Diese Arbeit macht wirklich Spaß,“ sagt Heike Windus. Vor 59 Jahren ist sie im Dorf Alfstedt bei Bederkesa geboren, wo sie noch heute wohnt. Viele Jahre arbeitete sie als Apothekenhelferin in der Beerster Löwenapotheke.

Auf Drängen ihres Mannes beworben

Als im Jahr 2012 die TKF per Anzeige in der Zeitung eine Gästeführerin suchte, habe sie sich auf Drängen ihres Mannes beworben. „Ich wurde sofort angenommen. Noch in derselben Nacht habe ich begonnen, mich mit dem Thema Bad Bederkesa zu befassen und alle Sehenswürdigkeiten schriftlich auszuarbeiten.“ Sie ging beim Ortsheimatpfleger Ernst Beplate in die Lehre. Innerhalb von drei Tagen musste Windus ihre erste Führung machen, die sie mit Hilfe ihrer Aufzeichnungen bewältigte. Heute trägt sie ihr Wissen auswendig vor, nachdem sie alle Stationen allein abgegangen ist und ihre Texte formuliert hat. (hst)

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