Im Schnitt braucht Lothar Bergander zwei Jahre für den Bau eines Modellschiffes.

Im Schnitt braucht Lothar Bergander zwei Jahre für den Bau eines Modellschiffes.

Foto: Assanimoghaddam/dpa

Cuxland
Freizeit

Ehemaliger Kapitän baut Modellschiffe im XXL-Format

Von Janet Binder
14. September 2020 // 08:45

Zurzeit arbeitet er an Nummer 35: Lothar Bergander aus Hemmoor fertigt XXL-Modelle von Schiffen, Lkw oder Zügen an. Auf einigen ist er selbst mitgefahren.

Modelle im XXL-Format

Dutzende Schiffe, Lastwagen und Eisenbahnen hat Lothar Bergander in seinem bislang 81 Jahre langen Leben schon gebaut. Die Fahrzeuge können fahren, Menschen können damit jedoch nicht transportiert werden. Der ehemalige Kapitän zur See baut in Hemmmoor nach bekannten Vorbildern Holzmodelle im XXL-Format. „Ich habe gerade die Nummer 35 im Bau“, sagt Bergander. Es ist ein Hochseeschlepper.

Andere Namen

Das Museumsschiff „Cap San Diego“ hat er bereits nachgebaut, ebenso das Forschungsschiff „Polarstern“. „Ich arbeite aber nicht im Maßstab“, sagt Bergander. Er fertigt nach Fotos an, fügt hie und da Elemente hinzu, die auf den realen Schiffen nicht vorhanden sind. Nach dem Lackieren gibt er den Schiffen daher auch andere Namen, aus der „Cap San Diego“ wurde so die drei Meter lange „Osteblick“.

Lothar Bergander sägt in seiner Werkstatt ein einem Holzteil, welches er für den Bau seines nächsten Modellschiffs benötigt.

Lothar Bergander sägt in seiner Werkstatt ein einem Holzteil, welches er für den Bau seines nächsten Modellschiffs benötigt.

Foto: Assanimoghaddam/dpa

Auch an Bord gebastelt

Modellbau hat ihn schon als Kind fasziniert, damals fertigte er Schlepper aus Streichholz- oder Zigarrenschachteln. Seinem Hobby blieb er selbst dann noch treu, als er über drei Jahrzehnte auf den Weltmeeren unterwegs war. „Ich habe immer an Bord gebastelt“, erzählt Bergander. Auch auf der „Cap San Diego“ ist er gefahren.

Der Stapellauf gehört dazu

Wenn er wieder ein Schiffsmodell fertig hat, darf eins nicht fehlen: der Stapellauf. „Das gehört dazu“, betont Bergander. Dann muss das Schiff im Wasser ein paar Meter fahren, ein Motor sorgt für den Antrieb. Den Rest der Zeit stehen die Modelle im oder am Haus. „Platz haben wir genug“, sagt er.

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