Asta, Sky und Rex jagen mit dem Wattschlitten über den Meeresboden. Chef an Bord ist Reusenfischer Erhard Djuren. Foto Leuschner

Asta, Sky und Rex jagen mit dem Wattschlitten über den Meeresboden. Chef an Bord ist Reusenfischer Erhard Djuren. Foto Leuschner

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Cuxland

Ein Beruf aus der Steinzeit: Reusenfischer

Von Heike Leuschner
7. Juni 2016 // 13:41

„Gekocht“, antwortet Erhard Djuren auf die Frage, wie er Krabben am liebsten mag. Die Meeresleckerei ist seine Leidenschaft. Nicht nur auf dem Teller. Mit zwölf Jahren hat er der Wremer Reusenfischer sein erstes Fanggerät geflochten. Ein Methode, die heute an der Nordseeküste kaum noch einer praktiziert.

Seit 5000 Jahren praktiziert

Das Prinzip des Reusenfischens gibt es bereits seit 5000 Jahren. „Im Bachmann-Museum in Bremervörde sind Präparate ausgestellt, die belegen, dass schon Jungsteinzeitmenschen mit Weidenreusen gefischt haben“, erklärt Claudia Reuter, Inhaberin des Weidenzentrums Padingbüttel und Gründerin des Regionalverbundes Nord im Verein Flechtwerk.

Flechterin will altes Handwerk bewahren

Die Flechterin sorgt dafür, dass der uralte Beruf nicht in Vergessenheit gerät. "Das Flechten von Krabbenreusen beherrschen bei uns vielleicht noch drei oder vier Fischer", sagt sie. Im Winter hat sie einen Lehrgang für Berufsgenossen organisiert. Djuren zeigte den Flechtern seine spezielle Technik. Anders als beim Korbflechten setzt er neue Flechtfäden immer außen am Korb an, damit sich im Inneren keine Algen festsetzen. Was Djuren so besonders macht, ist, dass er seine geflochtenen Reusen in der Praxis einsetzt.

Arbeitszeiten nach der Tide

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Mehr Beifang als Fang: Dieser kleine Butt darf zurück ins Wasser. Er soll noch w...
Mehr Beifang als Fang: Dieser kleine Butt darf zurück ins Wasser. Er soll noch wachsen. Foto Leuschner

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Ein Krebs und ein paar Stinte hat die Tide in diese Reuse gespült. Von Krabben k...
Ein Krebs und ein paar Stinte hat die Tide in diese Reuse gespült. Von Krabben keine Spur. Foto Leuschner

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Jeden Tag leert Reusenfischer Erhard Djuren seine selbstgeflochtenen Fangkörbe. ...
Jeden Tag leert Reusenfischer Erhard Djuren seine selbstgeflochtenen Fangkörbe. "Ansonsten picken mir die Vögel die Reusen kaputt.“ Foto Leuschner

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Die Tide bestimmt den Arbeitsrhythmus: Zweimal am Tag fährt der Reusenfischer mi...
Die Tide bestimmt den Arbeitsrhythmus: Zweimal am Tag fährt der Reusenfischer mit seinem Hundeschlitten zu seinen Fangkörben. Foto Leuschner

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Die Ausbeute einer Tide: ein magerer Fang. Foto Leuschner
Die Ausbeute einer Tide: ein magerer Fang. Foto Leuschner

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Asta, Sky und Rex jagen mit dem Wattschlitten über den Meeresboden. Chef an Bord...
Asta, Sky und Rex jagen mit dem Wattschlitten über den Meeresboden. Chef an Bord ist Reusenfischer Erhard Djuren. Foto Leuschner

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Die Arbeitszeiten des 69-Jährigen richten sich nach der Tide. Zweimal pro Tag fährt Djuren mit seinem Hundeschlitten ins Watt. Er ist der einzige an der Wurster Küste, der das alte Handwerk des Reusenfischens noch betreibt.

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