Doris Urban widmet ihr Leben den Hunden. Sie bewahrt in vielen Fällen die Vierbeiner vor dem sicheren Tod. Foto Gehrke

Doris Urban widmet ihr Leben den Hunden. Sie bewahrt in vielen Fällen die Vierbeiner vor dem sicheren Tod.

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Cuxland

Ein großes Herz für Hunde: Retterin aus Bramstedt braucht Hilfe

Von Jens Gehrke
15. Dezember 2017 // 15:06

Die Bramstedterin Doris Urban nimmt Hunde aus schwierigen Verhältnissen auf und pflegt sie ehrenamtlich. Straßenhunden aus Ungarn rettet sie das Leben.  Jetzt sendet die Retterin selbst einen Hilferuf: Sie sucht verzweifelt eine neue Bleibe, damit sie ihre zehn Hunde nicht abgeben muss. Ihr Anliegen ist inzwischen deutschlandweit bekannt und hat eine Welle der Unterstützung ausgelöst.

Fühlen sich die Nachbarn gestört?

Die Bauaufsicht  prüft gerade, ob die Tätigkeit von Urban das Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme verletzt – denn Hunde sind auch mal laut oder riechen.  Sollte der Landkreis die Tätigkeit mit den Hunden als unzumutbare Belastung für die Nachbarn bewerten, müsste Urban die Hunde abgeben oder ausziehen.  „Eher schlafe ich unter der Brücke, als dass ich nur einen Hund seinem Schicksal überlasse“, sagt Urban. Außerdem gibt es Streit mit den Nachbarn. Urban möchte deswegen wegziehen. Die Hunde-Retterin Doris Urban im Video:

Suche nach einem neuen Zuhause für die Fellnasen

„Ich bin auf der Suche nach einem Objekt mit einem großen Außenbereich und einer Lage, in der meine Hunde und ich niemanden stören“, beschreibt sie ihre Vorstellungen. Sie bevorzuge ein Mietverhältnis, sei eine zuverlässige Mieterin, könnte aber auch kaufen. Wo, das sei ihr egal. Hauptsache, sie kann zu ihrer Arbeit in Bremerhaven pendeln. Zu erreichen sei sie über Direktnachricht bei Facebook.

Welle der Hilfsbereitschaft aus dem Internet

Der Hilferuf der Hunde-Retterin bewegt auch das Internet. Ein Eintrag einer Freundin wurde mehr als 2000-mal geteilt. Aus allen Ecken Deutschlands und sogar aus der Schweiz erreichen sie aufmunternde und Mut machende Meldungen. Das Schicksal der Bramstedterin macht die Runde. „Da bekomme ich eine Gänsehaut“, sagt sie überglücklich. Das große Echo im Internet hat aber auch eine Schattenseite: Die Facebook-Nutzer suchten sich fälschlicherweise Hagens Bürgermeister Andreas Wittenberg als Schuldigen für die missliche Lage der Hundehelferin aus. Wittenberg fiel aus allen Wolken und ist tief erschüttert. „Wir als Gemeinde haben mit dem Fall doch gar nichts zu tun.“

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