Schwarz wie die Nacht: Birgit Neumann kümmert sich täglich um Maya und die anderen Katzen in der Pflegestelle der Pfotenhilfe in Bexhövede. Foto Albert

Schwarz wie die Nacht: Birgit Neumann kümmert sich täglich um Maya und die anderen Katzen in der Pflegestelle der Pfotenhilfe in Bexhövede. Foto Albert

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Cuxland

Fernsehdreh im Katzenasyl Pfotenhilfe in Bexhövede

Von Barbara Fixy
8. Januar 2016 // 17:49

Maya ist noch ängstlich. Dass Birgit Neumann die schwarze Katze für ein Foto auf den Arm nehmen darf, ist ein großer Vertrauensbeweis. Maya gehört zu einer Gruppe von neun verwilderten Katzen, die die Pfotenhilfe Wesermünde aufgenommen hat.

Film  über das Katzenparadies im Fernsehen

Vermittelt durch das Vox-Haustiermagazin „Hundkatzemaus“. Am heutigen Sonnabend wird die Folge, die unter anderem bei der Pfotenhilfe in Bexhövede gedreht wurde, ausgestrahlt. Ein bisschen aufgeregt ist Birgit Neumann, Kassenwartin und Gründungsmitglied der Pfotenhilfe, dann doch. Denn schließlich hat das vierköpfige Team von Vox im Herbst einen ganzen Tag lang in „Pfotopia“, der Hauptpflegestelle des Vereins, gedreht. Dort leben 60 Katzen und fünf Kaninchen.

Durch einen Tierschutzfall aufmerksam geworden

Ein Tierschutzfall in Wehdel hatte das Fernsehteam im Herbst in die Region gebracht. Ein alter Mann hielt auf seinem Grundstück zahlreiche Katzen, die nicht kastriert waren und sich unkontrolliert vermehrten. Hinzu kam, dass einige in schlechtem Zustand waren. Mehrere hatten Schnupfen, ein anderes Tier war schwer an der Pfote verletzt. „Klar war, dass nicht alle Tiere dort bleiben konnten“, erinnert sich Birgit Neumann. Die Pfotenhilfe erklärte sich bereit, die Katzen – allesamt schwarz wie die Nacht – aufzunehmen. Sie alle sind sehr scheu, was auf Sicht auch die Vermittlung schwierig macht, schätzt die 45-Jährige ein.

Katzen mit trauriger Vergangenheit

Abgeschreckt hat das die Ehrenamtlichen vom Verein nicht. Im Gegenteil. Denn bei der Pfotenhilfe kommen vor allem Tiere unter, die kaum oder gar nicht zu vermitteln sind. Einige, die von den gesunden Tieren getrennt leben, haben Katzenleukämie oder Katzenaids. Ansteckend ist beides für den Menschen nicht. Andere Katzen, die teilweise schon seit Jahren in Pfotopia leben, sind scheu oder – wie die einäugige Antje – sehr forsch. „Sie ist lieb und verschmust, springt einem aber auch schon mal auf den Rücken“, sagt die Kassenwartin. Alle Tiere haben eine Geschichte – oft eine traurige. Katzen brauchen täglich Pflege. Birgit Neumann ist so gut wie täglich vor Ort. Zu tun gibt es reichlich. „Allein das Saubermachen dauert vier bis fünf Stunden. „Wer mitmachen möchte, ist ganz herzlich willkommen.“ Wer neugierig geworden ist, darf gerne zum Schnuppern vorbeikommen. Eine Gelegenheit ist der Vereinsflohmarkt am 31. Januar von 14 bis 17 Uhr.

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