Ahmed Naser aus Syrien (von links), Yemane Gebremeskel und  Ghergish Gherensie Weldezgi aus Eritrea mit dem Smartphone. Foto Gehrke

Ahmed Naser aus Syrien (von links), Yemane Gebremeskel und Ghergish Gherensie Weldezgi aus Eritrea mit dem Smartphone. Foto Gehrke

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Cuxland

Flüchtlinge und ihre Smartphones: Überlebenswerkzeuge in der Fremde

Von Jens Gehrke
20. Mai 2016 // 16:27

Viele Flüchtlinge hüten ihre Smartphones wie einen Schatz. Die Geräte sind ihre Verbindung zur Heimat, zur Familie, zu Freunden. Sie sind ihr Tor zur Welt und Überlebenswerkzeug in der neuen Heimat Deutschland.

Deutschlernen ist das Wichtigste

Für junge Flüchtlinge ist das Gerät mit seinen Apps von unschätzbarem Wert. nord24 hat Flüchtlinge in Lunestedt besucht und gefragt, wie sie die Geräte nutzen. Das Wichtigste: Sie lernen mit Apps wie "Der Die Das Artikel" und "Deutsche Verben" Deutsch.

Sido und Namika beliebt bei Flüchtlingen

Der beliebteste Weg, Deutsch zu lernen, sind Musikvideos von Sido oder Namika. Außerdem schalten sie bei fast jedem Gang im Cuxland Google Maps an, um die Orientierung zu behalten.

Verbindung zur Familie

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Facebook und WhatsApp sind die Klassiker, die auch unter jungen Flüchtlingen den...
Facebook und WhatsApp sind die Klassiker, die auch unter jungen Flüchtlingen den Ton angeben. Die Messenger sind für sie die wichtigsten Programme, über die digitalen Gesprächsfäden sind sie mit Verwandten und Freunden verwoben. Ein Videotelefonat bringt einem die Menschen sehr nah.

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Viber ist ein Messenger--Dienst, der in einigen afrikanischen und asiatischen Lä...
Viber ist ein Messenger--Dienst, der in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern beliebter ist als WhatsApp. Er bietet die Möglichkeit, kostenfreie Video-Telefonate abzuhalten. Die App Imo bietet ein ähnliches Spektrum und ist bei Flüchtlingen beliebt.

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Ghergish aus Eritrea hat ein Deutsch-Tigrinya-Wörterbuch auf seinem Smartphone i...
Ghergish aus Eritrea hat ein Deutsch-Tigrinya-Wörterbuch auf seinem Smartphone installiert. Tigrinisch wird in Äthiopien und Eritrea gesprochen. Seine Muttersprache. Ahmed wiederum hat ein Arabisch-Wörterbuch installiert. Wenn er auf ein arabisches Wort klickt, wird es auf Deutsch vorgelesen.

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Programme wie „Der Die Das“, die helfen, Deutsch zu lernen, hat fast jeder Flüch...
Programme wie „Der Die Das“, die helfen, Deutsch zu lernen, hat fast jeder Flüchtling auf seinem Smartphone installiert. Fest steht: Die digitalen Hilfen bieten einen Einstieg, ersetzen aber nicht den Unterricht und das Gespräch mit Einheimischen.

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Die Messenger sind für die jungen Männer  wichtigsten Programme, so halten sie die Gesprächskanäle zu den Verwandten offen. Ein Video-Telefonat bringt einem die Menschen sehr nah. Wenn die Familie schon kilometerweit entfernt lebt, rückt sie so etwas näher heran.              

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