Sicherer Halt für zwei Wonneproppen: Mutter Hawa (links) mit dem kleinen Sahal und Ougbad mit Jasmin in ihrer Hagener Wohnung.  Foto Gehrke

Sicherer Halt für zwei Wonneproppen: Mutter Hawa (links) mit dem kleinen Sahal und Ougbad mit Jasmin in ihrer Hagener Wohnung. Foto Gehrke

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Cuxland

Flüchtlingsbabys in Hagen: Die gute Zukunft fest im Blick

Von Jens Gehrke
29. Januar 2016 // 19:12

Sahal und Jasmin sind zwei echte Wonneproppen. Und sie sind zwei waschechte Hagener. Was die wenige Monate alte Flüchtlingsbabys noch nicht wissen: Ihre Mütter stammen aus Somalia, haben eine unvorstellbare Odyssee hinter sich und erst in Deutschland das Gefühl von Sicherheit erfahren. Jetzt sind die Mütter Hawa und Ougbad glücklich. Sie wissen: Die Welt steht ihren Kindern offen.

Bald geht´s zum Babyschwimmen

Hawa schmiedet Pläne. Mit dem Säugling Sahal, der im August 2015 im Klinikum Bremerhaven geboren wurde, soll es bald mit der AWO zum Baby-Schwimmen gehen. Sahal wird das Schwimmen lieben, ist Hawa sich sicher – doch dann stockt sie. Wasser ruft bei ihr auch Erinnerungen an die Flucht hervor, die sie lieber nicht teilen möchte.

Auf der Flucht fast verhungert

Ihr erster Sohn, Sadiq, wurde auf der Flucht geboren und ist dabei fast verhungert. Sadiq ist jetzt vier Jahre alt und besucht einen Hagener Kindergarten. Der Vierjährige hat jüngst seinen Geburtstag in der Piratenburg gefeiert.

Jasmin kam in Bremerhaven zur Welt

Ihre Freundin Ougbad, selbst Flüchtling aus Somalia und Mutter von Baby Jasmin, ist erst im Juni nach Hagen gekommen. Sie war da schon schwanger. Jasmin kam im September auf die Welt. Den Namen wählte Sadiq aus.

In Hagen Halt gefunden

Die Somalierinnen Hawa und Ougbad haben in Hagen Halt gefunden. Das ist auch ein Verdienst der Ehrenamtlichen Susanne Puvogel und Uta Riethmüller, die in der Flüchtlingsinitiative von Nestwerk aktiv sind. „Hawa ist eine liebe, gute Freundin geworden“, sagt Uta Riethmüller. „Wir kennen uns jetzt seit zwei Jahren.“

Große Chancen im Leben

Für die somalischen Frauen ist es sehr wichtig und schön, dass die Kinder in Deutschland geboren wurden. Vor allem für Hawa, die erlebte, wie es ist, auf der Flucht ein Kind zu gebären. „Die Kinder werden große Chancen im Leben haben und das ist für die Mütter auch toll“, findet die Hagenerin Susanne Puvogel.        

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