Direkt hinter dem Gymnasium Langen befindet sich der Park "Friedrichsruh". Ein halber Hektar an 
Bäumen müsste einer Erweiterung des Gymnasiums weichen. Dagegen
 wendet sich der BUND.

Direkt hinter dem Gymnasium Langen befindet sich der Park "Friedrichsruh". Ein halber Hektar an Bäumen müsste einer Erweiterung des Gymnasiums weichen. Dagegen wendet sich der BUND.

Foto: Stehn

Cuxland
Politik

Für die Schulerweiterung müssen Bäume fallen

Von nord24
5. August 2017 // 17:30

Das Thema Bäume sorgt in Langen immer wieder für kontroverse Diskussionen. So auch jetzt, wo es um die Erweiterung des Gymnasiums geht. Der Naturschutzverband BUND lehnt die in dem Zusammenhang geplante Rodung eines Teiles des Parks „Friedrichsruh“ strikt ab. Das stößt bei der Stadt Geestland auf wenig Verständnis.

Zerstörung einer großen Waldfläche

Es drohe eine Zerstörung einer Waldfläche von der Größe eines Fußballfeldes – für Winfried Gusky, Vorstandsmitglied des BUND Unterweser, ist das geplante Vorhaben nicht nachvollziehbar, „wenngleich auch wir davon ausgehen, dass der Bedarf an neuen Schulräumen steigen dürfte“. Er schlägt für die Erweiterung vor, auf dem vorhandenen Gelände ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes und energietechnisch zukunftsweisendes Gebäude zu errichten. Das beurteilt der Kreis Cuxhaven als Schulträger anders: „Um die Voraussetzungen für einen modernen, anforderungsgerechten Unterricht am Gymnasium Langen zu verbessern, sind umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich, die nur durch einen zusätzlichen Anbau am bestehenden Gebäude umgesetzt werden können“, heißt es in der Stellungnahme.

Schüler und Anwohner für Schulerweiterung

Geestlands Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) sieht das ebenso und verweist darauf, dass im Jahre 2012 die damalige Stadt Langen 26 500 Quadratmeter Wald, der als Bauland ausgewiesen war, der Natur zurückgegeben habe. Gemeint ist der Bereich mit den Spielgeräten und dem ehemaligen Wendeplatz der Straßenbahn. Bei der Abwägung hätten in diesem Fall die Kinder und ihre Bildung Vorrang. Ansonsten würde in Geestland der Naturschutz großgeschrieben, betont Krüger. Das sehe man an den Bienenvölkern, an Blühstreifen und neun weiteren Projekten zur Erhaltung der Natur. Auch Schüler und Anwohner befürworten die Schulerweiterung. (stn)

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