Weil er Bilder seines Intimbereichs ins Internet gestellt hat, ist ein 61-jähriger Cuxhavener zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Weil er Bilder seines Intimbereichs ins Internet gestellt hat, ist ein 61-jähriger Cuxhavener zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Foto: Steffen/dpa

Cuxland

Gülsen Sariergin trotz Fluchtgefahr aus der Haft entlassen

Von Barbara Fixy
24. November 2016 // 17:02

Die wegen schweren Pflegebetrugs im großen Stil angeklagte, ehemalige Chefin der Nordsee-Pflege, Gülsen Sariergin, ist vorläufig  gegen strenge Auflagen trotz Fluchtgefahr auf freien Fuß gesetzt worden. Nach Monaten in Untersuchungshaft kann sich die hochschwangere Schiffdorferin nun in Freiheit auf die Geburt ihres Kindes vorbereiten.

Gericht hat strenge Auflagen erlassen

Das Gericht hat mit strengen Auflagen alles getan, um der einstigen Vorzeigeunternehmerin und ihrem Lebensgefährten die Flucht so gut wie unmöglich zu machen. Sie mussten ihre Pässe und andere Ausweispapiere abgeben, die bekannten Konten wurden eingefroren, ein Betrag von 550.000 Euro wurde schon am Montag festgesetzt.

Trotz Fluchtgefahr freigelassen

Das Gericht folgte der Staatsanwältin und erweiterte den Haftgrund um eine Fluchtgefahr, setzte den Haftbefehl dann aber außer Vollzug. Der Verdacht war entstanden, weil die Staatsanwaltschaft kurz vor der Urteilsverkündung eine Geldwäscheanzeige erhielt. Dem lag ein dubioser Geldtransfer zugrunde, den der Lebensgefährte am Vortag vom Geschäfts- auf ein Privatkonto veranlasst hatte. Bis dahin waren die Richter nur von einer Wiederholungsgefahr ausgegangen. Sariergin wird Pflegebetrug in fast 1000 Fällen vorgeworfen. Dafür soll sie für fünf Jahre hinter Gitter und zusätzlich eine Geldstrafe von 300.000 Euro zahlen.  

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