Mit solchen Schildern zeigen die Menschen in der Gemeinde ihren Protest gegen die Deponie. Der Gemeinderat hat jetzt eine Stellungnahme beschlossen.

Mit solchen Schildern zeigen die Menschen in der Gemeinde ihren Protest gegen die Deponie. Der Gemeinderat hat jetzt eine Stellungnahme beschlossen.

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Cuxland

Hagen: Politiker wollen Freizeitgebiet und keine Deponie

Von Jens Gehrke
4. August 2018 // 10:00

Die Politiker in der Gemeinde Hagen sind sich einig: Sie wollen die Sanderlebniswelt "Schatzgrube Weißenberg" in Driftsethe-Weißensee aufbauen. Ein Freizeitgebiet für Familien. Die von einer Privatfirma in unmittelbarer Nähe geplante Bauschutt-Deponie lehnen sie ab.  

Gewerbeaufsicht prüft Deponie-Genehmigung

Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt in Lüneburg prüft derzeit, ob es die vom Abbruchunternehmen Freimuth beantragte Deponie für Bauschuttabfälle  genehmigt. In der Gemeinde gibt es große Vorbehalte gegen das Projekt. Betroffene Bürger dürfen noch bis zum 22. August durch Einwendungen dem Gewerbeaufsichtsamt mitteilen, was gegen die Genehmigung spricht.

Hilfe bei Einwendungen

Die Bürgerinitiative „Driftsethe gegen Deponien“ bietet Bürgern daher am Samstag, 4. August, von 9 bis 17 Uhr im Feuerwehrhaus Driftsethe Hilfe an, selbst Einwendungen zu schreiben.

Gemeinderat beschließt Stellungnahme

Nicht nur die Bürger, auch der Hagener Gemeinderat hat jetzt in einer extra einberufenen Sondersitzung mit der Hilfe von Fachleuten eine Stellungnahme abgegeben. Der Beschluss wurde von allen Parteien unterstützt. Die Gemeinde stellt auf 58 Seiten dar, warum aus ihrer Sicht die Deponie nicht genehmigt werden darf.

Sind Natur und Menschen wirklich geschützt?

Sie sagt: Freizeitgebiet und Deponie passen einfach nicht zusammen. Außerdem sieht die Gemeinde durch die Angaben im Antrag für die Deponie keine ausreichenden Belege, dass Natur und Menschen wirklich geschützt sind.

Mit solchen Schildern zeigen die Menschen in der Gemeinde ihren Protest gegen die Deponie. Der Gemeinderat hat jetzt eine Stellungnahme beschlossen.

Parteiübergreifender Beschluss (von links): Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) und die Ratsmitglieder Martina Harms (SPD), Karen Lingner-Bahr (Grüne), Heiner Schöne (Wählergemeinschaft) und Udo Allmers (CDU) mit der 58 Seiten starken Einwendung gegen die Deponie-Pläne.

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