Dezernent Friedhelm Ottens (links), Tobias Holzberg (Johanniter) und Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos, rechts) stehen den mehr als 300 Besuchern in der Pausenhalle der Allmers-Schule in Hagen Rede und Antwort.  Foto  Gehrke

Dezernent Friedhelm Ottens (links), Tobias Holzberg (Johanniter) und Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos, rechts) stehen den mehr als 300 Besuchern in der Pausenhalle der Allmers-Schule in Hagen Rede und Antwort. Foto Gehrke

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Cuxland

Hagener bereit für Flüchtlinge in der Notunterkunft

Von Jens Gehrke
24. November 2015 // 13:41

Großes Interesse, viele Fragen, wenig Vorbehalte: Mehr als 300 Hagener sind am Montag zum Infoabend in die Pausenhalle der Allmers-Schule gekommen. Sie wollten wissen, was es nun bedeutet, wenn ab Donnerstag bis zu 150 Flüchtlinge in die Kreissporthalle einziehen. Landkreis, Polizei und Johanniter versuchten, keine der Fragen zu der geplanten Notunterkunft offen zu lassen. Nur wie lange die Halle belegt sein wird, konnte noch niemand sagen. Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos), Kreis-Dezernent Friedhelm Ottens, Tobias Holzberg (Johanniter) sowie Holger Kliem, Chef der Polizeiinspektion Cuxhaven standen den Besuchern Rede und Antwort. Die wichtigsten Fakten: Die Flüchtlinge kommen am Donnerstag. 150 sind angekündigt, wie viele wirklich in Hagen ankommen, ist offen. Die Notunterkunft in Hagen ist für die Flüchtlinge nach der beschwerlichen Reise der erste Ankunftsort in Deutschland. Ob eher Alleinreisende oder Familien kommen, steht noch nicht fest. Die Halle ist weitgehend hergerichtet. Es wurden laut Tobias Holzberg (Johanniter) etliche Platten ausgelegt; Matratzen, Säcke mit der Erstausstattung und Hygienebeutel liegen bereit. Vier Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes werden rund um die Uhr vor Ort sein. Die Johanniter leiten die Notunterkunft.

Dauer der Belegung unklar

Die Flüchtlinge werden in Hagen ärztlich untersucht, die Registrierung findet in Schwanewede statt. Sie werden nach der Registrierung auf die Gemeinden verteilt. Wie lange das dauert, ist unklar. Möglicherweise bis Januar, vielleicht auch länger. „Wenn ich hier in einem Jahr wieder stehe, habe ich meinen Job schlecht gemacht“, kündigte Ottens an. Heißt: Bis dann soll die Halle spätestens wieder frei sein. Vereins- und Schulsport sind eingeschränkt. Laut Bürgermeister Wittenberg ist es bereits jetzt gelungen, durch die Verlagerung in andere Hallen viele Angebote aufrechtzuhalten. Ottens sagte den Vereinen unbürokratische Hilfe zu, etwa bei Mietkostenzuschüssen. Die Polizei will die Notunterkunft eng begleiten. Polizeichef Holger Kliem machte deutlich, dass er Ängste und Befürchtungen verstehe, diese aber unbegründet seien. Das zeigten alle Statistiken.Deutlich wurde an dem Abend, dass die Hagener keine Ressentiments haben, im Gegenteil. Viele Besucher kündigten an, mitanpacken und den Flüchtlingen helfen zu wollen. Es wurde ein Willkommensempfang am Donnerstag vorgeschlagen. Deutlich wurde auf der Wunsch, dass die Möglichkeiten des Engagement noch deutlicher aufgezeigt und koordiniert werden. Der Verein Nestwerk und die Gemeinde wollen das gemeinsam vorantreiben.

So kann man helfen

Die Hagener Flüchtlingsinitiative wurde Anfang der 1990er Jahre gegründet und befindet sich heute unter dem Dach von Nestwerk. Sie koordiniert die Flüchtlingsbetreuung und -hilfe in der Gemeinde. Kontakt: Nestwerk e. V., Amtsdamm 42, 1. Etage, Hagen, T  0 47 46/9 17 85 60, nestwerk@hagen-cux.net Treffen: Jeweils mittwochs offener Kennenlern-Nachmittag mit Flüchtlingen um 15. 30 Uhr im Nestwerk, jeden zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr Treffen der ehrenamtlichen Helfer. Spenden: Nestwerk e. V, IBAN DE79 2926 5747 Bei der Gemeinde Hagen ist zudem Herr Siemers Ansprechpartner. Er ist unter T 0 47 46/87 26 sowie unter siemers@hagen-cux.de zu erreichen.      

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