Hochgefährlicher Schrott: Über 4000 Tonnen Atommüll aus der Region müssen ins Zwischenlager

Foto: Symbolfoto: Gentsch/dpa

Cuxland

Hochgefährlicher Schrott: Über 4000 Tonnen Atommüll aus der Region müssen ins Zwischenlager

Von Barbara Fixy
23. Oktober 2016 // 17:15

Das Kernkraftwerk Unterweser steht kurz vor dem Rückbau. Im ersten Quartal 2017 erwartet die Eon-Tochter Preussen Elektra die Genehmigung. Dann wird zuerst der Kontrollbereich unter der weithin sichtbaren Kuppel zerlegt und entsorgt, in dem sich auch die stillgelegte Reaktor-Druckkammer befindet. Wie das geht, erläuterten Betriebsleiter Gerd Reinstrom und seine Mitarbeiter am Sonnabend 81 Besuchern in vier Gruppen.

193.000 Tonnen Reststoffe

Der Kontrollbereich mit allem Drum und Dran wiegt 193.000 Tonnen. Die Betreiber rechnen damit, dass 176.900 Tonnen Bauabfall und Schrott aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes entlassen und wie normaler Abfall behandelt werden können. 4200 Tonnen werden als dermaßen verstrahlt eingeschätzt, dass sie zunächst im Zwischen- und langfristig im Endlager deponiert werden müssen. 11.900 Tonnen sollen zur Beseitigung freigegeben werden. Das heißt: Sie müssen auf eigens dafür zugelassenen Anlagen deponiert werden.

Abfälle werden in drei Kategorien eingeteilt

  Um zu entscheiden, was wohin kommt, müssen die Abfälle aus dem Kontrollbereich bis zum Abtransport ein kontrolliertes Freigabeverfahren in sechs Schritten durchlaufen. Die entscheidende Messung findet in einer sogenannten Freimessanlage statt, die an einen Container erinnert und durch 13 Zentimeter dicke Stahlplatten abgeschirmt ist. Nicht etwa weil die zu untersuchenden Reststoffe für so brisant gehalten werden, sondern um die natürliche Radioaktivität fernzuhalten, weil sie die Messungen verfälschen würde.

Hochgefährlicher Schrott: Über 4000 Tonnen Atommüll aus der Region müssen ins Zwischenlager

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