Das mobile Impfteam des DRK hatte sich unter anderem im Wittstedter Dorfgemeinschaftshaus für drei Tage eingerichtet. Foto Scheschonka

Das mobile Impfteam des DRK hatte sich unter anderem im Wittstedter Dorfgemeinschaftshaus für drei Tage eingerichtet. Foto Scheschonka

Foto: Lothar Scheschonka

Cuxland

Impfen auf dem Dorf: Debatte über Strategie

16. März 2021 // 18:11

Die Bürgermeister der Gemeinden und Kreisdezernent Friedhelm Ottens wollen am Mittwoch über die Strategie für die DRK-Impfteams sprechen.

Bislang ist es so, dass diese Teams jeweils für drei oder vier Tage in einer Gemeinde Station machen und dort pro Tag etwas über 100 Menschen impfen.

Idee bei Besuch der Ministerin

Jetzt hat Maik Rittershofer, Leiter des Impfzentrums in Cuxhaven, beim Besuch von Gesundheitsministerin Behrens (SPD) die Idee eingebracht, statt der „Rundreise“ könnten die mobilen Teams auch ein stationäres „Subimpfzentrum“ in Stotel bilden. Der Vorteil: Damit wären durch theoretisch mit mehr als 180 täglichen Impfungen nahezu doppelt so viele wie zuvor möglich. Außerdem würde der ständige Ab- und Aufbau vermieden.

Impfen auf dem Dorf soll beibehalten werden

Dass diese Idee Erfolg hat, gilt allerdings eher als unwahrscheinlich. Nach Informationen, die unserer Zeitung vorliegen, wollen die Bürgermeister lieber die Impfungen in den Gemeinden fortsetzen. Unter anderem sprach sich Guido Dieckmann, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Beverstedt, dafür aus. „Der Weg aus Frelsdorf nach Stotel wäre auch zu weit“, sagt Dieckmann.

Gute Erfahrungen bislang gemacht

DRK-Chef Henning Dageförde betont, dass das DRK Dienstleister sei und die Vorstellungen und Wünsche des Landkreises umsetze. Fest stehe aber, dass die Resonanz auf die Impfungen in den Gemeinden sehr gut sei und die Abläufe auch dank der Unterstützung der Rathäuser hervorragend liefen.

Derzeit keine Steigerungen möglich

Laut Dageförde ist durch ein Subimpfzentrum in Stotel derzeit auch keine Steigerung der täglichen Impfungen möglich, da schlicht nicht mehr Impfstoff vorhanden. Außerdem müssten zunächst sowieso die Zweitimpfungen auf jeden Fall auch an den Standorten in den Dörfern vorgenommen werden. Erst danach könne man weiter überlegen.

Die mobilen Impfteams des DRK haben schon in der Gemeinde Hagen und im Bereich der ehemaligen Samtgemeinde Bederkesa ihre Zelte aufgeschlagen. Am Mittwoch stehen Impfungen in der Gemeinde Beverstedt und in Langen an. Am 25. März nimmt ein Team in der Gemeinde Loxstedt seine Arbeit auf.

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