Dialog zwischen Jugend und Politik: Carsten Bunk (links, stehend) von der Hochschule Emden/Leer moderiert beim Jugendforum im Beverstedter Rathaus. Der Sozialpädagoge formuliert die Themen der Schüler direkt in Fragen an die zuständigen Gäste um.  Foto Rendelsmann

Dialog zwischen Jugend und Politik: Carsten Bunk (links, stehend) von der Hochschule Emden/Leer moderiert beim Jugendforum im Beverstedter Rathaus. Der Sozialpädagoge formuliert die Themen der Schüler direkt in Fragen an die zuständigen Gäste um. Foto Rendelsmann

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Cuxland

Jugendforum 2016: Beverstedt wirft Spotlight auf Schüler

Von Jens Gehrke
21. Januar 2016 // 10:01

„Heute sind alle hier, um euch zuzuhören“, begrüßt Moderator Carsten Bunk die rund 120 Schüler, die sich zum zweiten Jugendforum im Beverstedter Rathaus eingefunden haben. Damit macht der Sozialpädagoge den jungen Gästen Mut und stellt gleich klar, dass die Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft besser die Ohren spitzen sollen.

Schule, Verkehr und Streetball-Plätze sind den Jugendlichen wichtig

Denn das Schüler-Organisatorenteam hatte nicht nur gute Präsentationen, sondern auch gute Argumente auf Lager, um sich nachhaltig Gehör zu verschaffen: An vier „Themeninseln“ stellten Jugendliche und Fachleute die Punkte vor, die den Heranwachsenden am meisten auf den Nägeln brennen: Mobilität, Schule, Verkehr sowie Spiel- und Bolzplätze. „Ich bin total beeindruckt von der Resonanz auf das Jugendforum und dass sich alle Beteiligten so konzentriert der Sache gewidmet haben“, staunte Guido Dieckmann von der Gemeinde Beverstedt.

Thema 1 beim Jugendforum: Anrufsammeltaxi

Die Herausforderung sei, über diese Alternative zum Busverkehr verstärkt an den Schulen zu informieren. „Viele Jugendliche wissen offensichtlich noch nicht genau, wie es funktioniert und wo sie anrufen können“, erklärte Claudia Butzkies von der Gemeinde. Sie wird zusammen mit Kerstin John von der Jugend- und Familienförderung ein Faltblatt gestalten, das an die Schulen verteilt wird.

Thema 2: Neue Bushaltestelle zwischen Bokel und Stubben

Horst Wiebalk, Geschäftsführer des Busunternehmens Stoss, antwortete auf die Kritik der Jugendlichen, die neue Bushaltestelle zwischen Bokel und Stubben sei  unsicher und überflüssig. „Wer die Haltestelle nicht für ausreichend sicher hält, muss sie ja nicht benutzen.“ Konkrete Ergebnisse gab es nicht, die Bushaltestelle „Bokel, Brücke“ bleibt vorerst bestehen.

Thema 3: Beleuchtung Fahrradweg zwischen Beverstedt und Stubben

Die Jugendlichen wünschen sich zudem eine Beleuchtung des Fahrradweges entlang der Landesstraße 134 zwischen Beverstedt und Stubben. Stubbens Ortsvorsteher Gerd Tienken stellte in Aussicht, dass im Zuge des Ausbaus mehrerer Straßen positive Veränderungen möglich sind. Fest steht, dass die Jugendlichen viel Geduld mitbringen müssen, bis die Ideen umgesetzt werden.

Thema 4: Überfüllte Schulbusse

Kreisdezernent Friedhelm Ottens sagte zu der Diskussion um vermeintlich überfüllte Schulbusse: „Lebt bitte mit der Situation, ich kann jeden Euro nur einmal ausgeben.“ Und Detlev Fänger von der Jugend- und Familienförderung betonte: „Die Jugendlichen erwarten keine Wunder.“

Überrascht, was die Jugendlichen alles bewegen?

Mehr über die neue Bushaltestelle zwischen Bokel und Stubben und wie sie die Jugendlichen sehen lesen Sie hier. Gibt es genug Streetball- und Bolzplätze? Mehr über einen Freizeitcheck der Jugendlichen in der Gemeinde Beverstedt lesen Sie hier.      

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