Niedersachsen setzt auf Löschflugzeuge im Kampf gegen Waldbrände - auch private Maschinen und Hubschrauber werden für Aufklärungsflüge eingesetzt.

Niedersachsen setzt auf Löschflugzeuge im Kampf gegen Waldbrände - auch private Maschinen und Hubschrauber werden für Aufklärungsflüge eingesetzt.

Foto: DPA

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Zeven

Kampf gegen Waldbrände in Niedersachsen auch aus der Luft

Von nord24
25. April 2020 // 09:00

Kaum Wasser, viel Sonne, starker Wind, trockenes Holz: Die Waldbrandgefahr ist so hoch. Hilfe soll aus der Luft kommen.

Verstärkung für den luftigen Einsatz

Angesichts der hohen Waldbrandgefahr in weiten Teilen Niedersachsens setzt das Land verstärkt auf die Bekämpfung der Feuer aus der Luft. Außer Hubschraubern der Bundeswehr sowie der Landes- und Bundespolizei sollten auch private Helikopter eingesetzt werden. Das sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag in Hannover.

Lüneburger Heide sehr gefährdet

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums besteht unter anderem in Teilen der Lüneburger Heide die höchste Waldbrand-Warnstufe. Das kameragestützte Früherkennungssystem, das rund eine Million Hektar Fläche überwacht, habe in diesem Frühjahr schon fast 60 Mal Rauch entdeckt. Normal rund 100 Brandmeldungen im gesamten Jahr.

Neuer Aktionsplan soll helfen

Die geplante verstärkte Bekämpfung von Feuern aus der Luft ist Teil eines neuen Aktionsplan zur Waldbrandbekämpfung. Dieser sieht auch mehr Aufklärungsflüge vor. Der Feuerwehr-Flugdienst soll dabei außer Waldgebieten im niedersächsischen Flachland auch die Wälder im Harz überwachen, auch in Sachsen-Anhalt.

Gefahr steigt mit jedem Tage ohne Regen

„Obwohl uns die übliche Trockenperiode noch bevorsteht, ist die Situation schon jetzt im April absolut ernst zu nehmen“, sagte Goslars Kreisbrandmeister Uwe Fricke. „Mit jedem Tag, an dem der dringend benötigte Regen ausbleibt, wird es akuter.“ Die Göttinger Forscherin Prof. Bettina Kietz hatte schon zu Jahresbeginn vor einer katastrophalen Waldbrandgefahr im Harz gewarnt. Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 seien ungewöhnlich viele Bäume abgestorben, die wie Zunder brennen könnten, erklärte die Forstwissenschaftlerin von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).

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