Eine Surferin zeigt ihr Können. In der Wurster Nordseeküste wurde der Sportspaß nun getrübt.

Eine Surferin zeigt ihr Können. In der Wurster Nordseeküste wurde der Sportspaß nun getrübt.

Foto: Reinhardt/dpa

Cuxland

Kitesurfer von der Wurster Nordseeküste scheitern vor Gericht

Von Christian Doescher
8. August 2017 // 15:00

Der Wind pfeift durch die Haare, es ist fast wie Fliegen. Kitesurfen ist eine Mischung aus Windsurfen und Drachenfliegen - mit einem kleinen Board unter den Füßen hängt man an einem Drachen und fliegt über das Wasser. Doch die Freude ist getrübt: Drei Kitesurfer von der Wurster Nordseeküste scheitern mit einer Klage vor Gericht. Die Niedersächsische Nationalparkverwaltung fürchtet um die Vogelwelt und hat das Kitesurfen per Gesetz grundsätzlich verboten. Ausnahmen davon gibt es – auch an der Wurster Küste und vor Cuxhaven.

Kitesurfer wollen uneingeschränkt "Fliegen"

Den Kitesurfern ist das nicht genug, sie wollen ihren Sport zeitlich und örtlich uneingeschränkt ausüben im Wattenmeer - so wie andere Sportler, beispielsweise Segler oder Windsurfer, auch. Dafür sind sie vor Gericht gezogen.

Vogelschutz hat Vorrang

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat die Klage jetzt jedoch abgewiesen. Begründung: Der Naturschutz und dabei insbesondere der Vogelschutz hat Vorrang. Die Sportler müssen mit räumlichen und zeitlichen Einschränkungen leben. Die Kitesurfer vom Verein Watt’nBoardSport wollen in Berufung gehen.

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