Welche Flüchtlingskarte ist die beste, um ärztliche Behandlungskosten preiswert abzurechnen? Um diese Frage dreht sich gerade die Diskussion im Cuxland.

Welche Flüchtlingskarte ist die beste, um ärztliche Behandlungskosten preiswert abzurechnen? Um diese Frage dreht sich gerade die Diskussion im Cuxland.

Foto: dpa

Cuxland

Krüger kämpft um "seine" Flüchtlingskarte

Von Andreas Schoener
29. April 2016 // 10:08

Die Diskussion um die beste Flüchtlingskarte ist im Cuxland noch lange nicht verstummt: Geestlands Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) favorisiert die "Refugee Identification Card" (RIC), mit der ärztliche Leistungen abgerechnet werden sollen. Bei der Landesregierung Niedersachsen rangiert die elektronische Gesundheitskarte der Krankenkassen ganz vorn - obwohl sie deutlich teurer ist. Jörg Röhmann, Staatssekretär im niedersächsischen Sozialministerium von Ministerin Cornelia Rundt (SPD), bezeichnet die RIC als „innovativen Vorschlag“, doch sie sei bestenfalls als Identifikationskarte geeignet. . „Als Gesundheitskarte ist die RIC untauglich, weil ihr das Leistungspaket der elektronischen Gesundheitskarte fehlt“, sagt Röhmann, der von 1987 bis 2006 bei der Gesundheitskasse für Niedersachsen (AOK) in verschiedenen leitenden Positionen gewesen ist.

Auch Dolmetscher möglich

„Die elektronische Gesundheitskarte der Krankenkassen kommt den Steuerzahler teuer zu stehen und bietet keinesfalls mehr als die ,Refugee Identification Card’“, sagt Krüger. Die RIC sei im Gegensatz zur elektronischen Gesundheitskarte nicht nur sofort verfügbar, sondern sie beinhalte auch ein digitales Gesundheitskonto über einen Flüchtling und seinen Behandlungsverlauf, das jederzeit aktualisiert werden könne. Zudem könne mithilfe der RIC ein Dolmetscher eingeschaltet werden, der die Kommunikation und damit die Behandlung erleichtere.

"Wir haben da noch erheblichen Diskussionsbedarf"

Skepsis gegenüber der elektronischen Gesundheitskarte herrscht auch beim Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund: „Die hohen Verwaltungskosten sind uns ein Dorn im Auge“, begründet Beigeordneter Oliver Kamlage, warum der NSGB bislang dem Rahmenvertrag des Landes nicht beigetreten sei. „Wir haben da noch erheblichen Diskussionsbedarf.“

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