Wildschweine können sich über Essensreste mit dem Erreger anstecken und so die Schweinepest einschleppen.

Wildschweine können sich über Essensreste mit dem Erreger anstecken und so die Schweinepest einschleppen.

Foto: Pleul

Cuxland

Landkreis Cuxhaven warnt vor Schweinepest

Von Kristin Seelbach
11. August 2017 // 15:00

Das Virus ist hochansteckend und befallene Tiere sterben innerhalb nur weniger Tage: Die afrikanische Schweinepest breitet sich in Europa aus, wurde unter anderem bereits in Polen und Tschechien nachgewiesen. Jetzt warnt auch der Landkreis Cuxhaven vor der Tierseuche und bittet um erhöhte Wachsamkeit. 

Notschlachtungen bei Ausbruch

Ein Ausbruch in der Region hätte fatale Folgen für Schweinehalter. Wird die Seuche nachgewiesen, müssen alle Hausschweine in dem betroffenen Betrieb sofort getötet werden. Außerdem alle Tiere in einem festgelegten Sperrbezirk im Umkreis von drei Kilometern. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Mensch ist Überträger der Schweinepest

Für den Menschen ist das Virus vollkommen ungefährlich. Allerdings ist der Menschen, neben Wildschweinen selbst, der größte Übertrager des Virus. Deshalb sollten von Reisen in betroffenen Ländern generell keinerlei tierischen Erzeugnisse mitgebracht werden.

Keine Essensreste hinterlassen

Essensreste sollten bei Ausflügen auch nicht im Wald oder auf Parkplätzen ungesichert hinterlassen werden. Wildschweine könnten sich an diesen Essensresten infizieren und die Seuche dadurch einschleppen. Jäger, die in betroffenen Ländern auf die Jagd gehen, sollten auf besonders gründliche Hygienemaßnahmen an Ausrüstung und Fahrzeug achten.

Vom Wildschwein aufs Hausschwein

Wildschweine können den Erreger schnell auf Hausschweine übertragen, insbesondere dann, wenn diese zum Beispiel privat im Garten gehalten werden und Kontakt zu Wildschweinen haben.

Mehr Informationen

Weitere Informationen zur Schweinepest gibt es auf der Homepage des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Eine aktuelle Einschätzung des Risikos gibt es beim Friedrich-Loefller-Institut.

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