Biobauer Tuna Bozdogan füttert die Wollschweine. In der weiten Moorlandschaft in der Börde Lamstedt betreibt Familie Hollmann ihre Bio-Landwirtschaft als Hobby. Um ihre Tiere vor einem Wolfsübergriff zu schützen, haben die Hollmanns ihr Grundstück wolfsabweisend eingezäunt.

Biobauer Tuna Bozdogan füttert die Wollschweine. In der weiten Moorlandschaft in der Börde Lamstedt betreibt Familie Hollmann ihre Bio-Landwirtschaft als Hobby. Um ihre Tiere vor einem Wolfsübergriff zu schützen, haben die Hollmanns ihr Grundstück wolfsabweisend eingezäunt.

Foto: Monsees

Cuxland

Leben mit dem Wolf: 715 Pfähle in den Boden gerammt

Von Andreas Schoener
5. Januar 2017 // 18:17

Bio-Bauer Tuna Bozdogan und seine Familie leben in den Mooren der Börde Lamstedt. Und damit in der Nähe des Wolfes. 

2000 Meter Drahtgeflecht

In den vergangenen Wochen hat Bozdogan viel Zeit damit verbracht, Zäune zu bauen. 715 Pfähle, 2500 Meter Drahtgeflecht und fünf Kilometer Stromkabel haben er und seine Helfer zum Schutz ihrer Nutztiere verarbeitet. Der Anblick des Wolfsrudels ist für die Familie mittlerweile keine Seltenheit mehr.  Mitunter überquere eines der Raubtiere auch mal den Feldweg, der zum Hof führt.

"Erst einmal gut aufgestellt"

„Fürs Frühjahr sind wir erst einmal gut aufgestellt.“ Das sieben Hektar große Grundstück sei fast komplett eingezäunt. Der Kostenfaktor ist erheblich. 15 000 Euro habe er für den Herdenschutz veranschlagt, verdeutlicht Bozdogan. Die Zusage für den Zuschuss von 80 Prozent vom Land Niedersachsen habe er bereits erhalten. 20 Prozent der Kosten trage die Familie selbst.

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