Mit diesen Steinen soll einer der Beklagten den Polizeiwagen attackiert haben.

Mit diesen Steinen soll einer der Beklagten den Polizeiwagen attackiert haben.

Foto: Polizei

Cuxland

Lebensgefährlicher Steinwurf auf A27: Gutachter sagt aus

Von Heike Leuschner
25. Januar 2018 // 18:00

Im Prozess nach der spektakulären A27-Verfolgungsfahrt mit der Polizei im Februar 2017 hat nun ein Experte ausgesagt. Der Unfallverständige klärte auf, wie gefährlich der Steinwurf war.

Prozess wegen versuchten Mordes

Wie gefährlich waren die Feldsteine, die nach einem Einbruch vor fast einem Jahr bei der Flucht über die A27 in Richtung des zivilen Polizeifahrzeugs geworfen wurden? Zu dieser Frage hat der Unfallsachverständige Thomas Oberländer beim Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen der Beteiligten vor dem Stader Landgericht am Donnerstag Stellung genommen.

Erster Stein war der gefährlichste

Aus Sicht des Gutachters war der erste, rund zwölf Kilogramm schwere Stein der gefährlichste Gegenstand für die beiden den Fluchtwagen verfolgenden Polizeibeamten. "Sie hatten Glück, dass der Stein nach rechts weggerollt ist", sagte Oberländer. Wäre der Stein weiter in Fahrbahnrichtung nach hinten gerollt, wäre es aus seiner Sicht aufgrund der geringen Reaktionszeit eng geworden für die Verfolger.

Flucht steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Prozesses steht nicht der Einbruchsdiebstahl in einen Bau- und Gartenmarkt, sondern die spektakuläre Flucht. Während der Fahrt über die A27 sollen zunächst zwei Feldsteine aus dem Fluchtauto geworfen worden sein – später auch noch erbeutete Elektrogeräte, berichteten Polizisten. Der Angeklagte muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten. Ein weiterer Verdächtiger sitzt in U-Haft.

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