Wolfgang Hildebrandt setzt sich seit gut 20 Jahren für die deutsche Sprache ein. Über seine Arbeit gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen.

Wolfgang Hildebrandt setzt sich seit gut 20 Jahren für die deutsche Sprache ein. Über seine Arbeit gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen.

Foto: Grotheer

Cuxland
Kultur

Lehnstedt: Anglizismen sind Wolfgang Hildebrandt ein Dorn im Auge

Von nord24
4. Mai 2019 // 16:30

Ein Softeis ist für ihn ein Kremeis, ein Laptop ein Klapprechner: Wolfgang Hildebrandt aus Lehnstedt bei Hagen im Bremischen ist Verfechter der deutschen Sprache und setzt sich gegen die Verwendung von englischen Ausdrücken, auch Anglizismen genannt, ein.

Mitglied im Verein Deutsche Sprache

„Meistens handelt es sich um Angloamerikanismen“, erzählt der pensionierte Pädagoge, der Englisch unterrichtet hat und nicht die englische Sprache an sich, sondern deren Verwendung im Deutschen, das sogenannte Denglisch, ablehnt. Sprachpanscherei nennt Hildebrandt das. Seit 1998 ist er Mitglied im Verein Deutsche Sprache, der rund 30 000 Mitstreiter zählt – über die Hälfte davon im Ausland.

Begriffe, die ausgrenzen

Für Hildebrandt handelt es sich nicht nur um sprachliche Ästhetik, sondern auch um Politik: „Viele Menschen verstehen nicht mehr, was sie lesen und werden somit von Informationen ausgeschlossen und dadurch ausgegrenzt“, sagt er. Verteufeln wolle er die englischen Ausdrücke nicht. Doch viele Deutsche hätten sich innerlich von ihrer Muttersprache verabschiedet, während andere Völker mit ihrer Sprache pfleglicher umgingen. (ag)
Was Wolfgang Hildebrandt unternimmt, um das Kulturgut der deutschen Sprache zu wahren, lest Ihr am Sonntag, 5. Mai 2019, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.

Immer informiert via Messenger
Würdest du dir die Haare selbst schneiden?
597 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger