Der mumifizierte Leichnam des ehemaligen Cuxhavener Bürgermeisters wurde im März 2015 bei einer Hausdurchsuchung in dem ehemaligen Pastorenhaus in Ovelgönne-Strückhausen aufgefunden.

Der mumifizierte Leichnam des ehemaligen Cuxhavener Bürgermeisters wurde im März 2015 bei einer Hausdurchsuchung in dem ehemaligen Pastorenhaus in Ovelgönne-Strückhausen aufgefunden.

Foto: Archivfoto Seeland

Cuxland

Leiche des Cuxhavener Bürgermeisters: Witwe räumt Betrug ein

Von Christian Doescher
22. Dezember 2016 // 09:00

Der Tod des ehemaligen Cuxhavener Bürgermeisters Klaus Fossgreen hat im März 2015 für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt meldet sich seine Witwe zu Wort. Die Polizei fand seine Leiche damals im Wohnzimmer der Wohnung des Ehepaares in Ovelgönne (Landkreis Wesermarsch), angeblich in einen Wäscheberg eingehüllt und mit Reinigungsmitteln übergossen. Zu diesem Zeitpunkt war er offenbar schon seit Monaten tot.

Pension kassiert, obwohl der Mann schon tot war

Der Vorwurf an die Witwe: Sie soll noch Monate nach dem Tod ihres Mannes dessen Pension einkassiert haben. Bereits seit 2012 soll der damals 78-Jährige nicht mehr gesehen worden sein. Er wurde jedoch erst im Dezember 2014 bei der Polizei offiziell als vermisst gemeldet.

Witwe räumt Betrug ein

Renate P. räumt im Gespräch mit Nord24 den Betrug ein, sie habe nur dem Wunsch ihres Mannes entsprechen wollen. „Er wollte nicht ausgefleddert werden“, erzählt die Witwe. Sprich: Er befürchtete Organentnahmen auch ohne Spenderausweis. Er habe gewusst, was in Kliniken passiere. Sie habe ihrem Ehemann versprechen müssen, seinen Tod erst drei Monate später zu melden. Für die Zeit stehe ihr sowieso gesetzlich die volle Rente zu.

Erster Prozess war geplatzt

Ein erster Prozess war geplatzt, weil die Witwe nicht vor Gericht erschienen war. Sie will mit der Staatsanwaltschaft kooperieren.

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