Madeleine nimmt zum Frühstück fünf Tabletten und abends noch ein paar weitere Medikamente. Sonst würde ihr Körper ihre Leber abstoßen.

Madeleine nimmt zum Frühstück fünf Tabletten und abends noch ein paar weitere Medikamente. Sonst würde ihr Körper ihre Leber abstoßen.

Foto: Schmidt

Cuxland

Madeleine (14) aus Langen lebt dank einer neuen Leber weiter

Von nord24
19. Februar 2018 // 16:16

Bis vor wenigen Wochen dachte Madeleine aus Langen, sie sei kerngesund. Doch dann lief das Gesicht der 14-Jährigen gelb an. Nur ein Spender-Organ konnte ihr Leben retten. Sie hat eine seltene Leberkrankheit.

Madeleines Gesicht wurde gelb

Innerhalb weniger Tage wurde Madeleines Gesicht gelb. Es fing erst so langsam an, dass es keiner merkte. Doch zum Schluss war es so auffällig, dass ihre Mutter mit ihr ins Krankenhaus im Bürgerpark fuhr. Das war am 19. November.

Diagnose: Akutes Leberversagen

Dort behielt man die Langenerin nur eine Nacht. Diagnose: akutes Leberversagen. Sie wurde mit einem Krankentransport in das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf gebracht. Bis dahin vermutete man jedoch nur eine vergleichsweise harmlose Leberentzündung.

Spenderorgan ist die letzte Chance

Doch in Hamburg stellte man fest, dass Madeleine eine seltene Leberkrankheit hat: Autoimmunhepatitis. Ihr eigenes Immunsystem greift ihre Leberzellen an. Medikamente schafften es zwei Wochen lang nicht, die Leber wieder aufzupäppeln. Ihre einzige Chance: ein Spenderorgan.

Ein Leben mit Medikamenten

Nur einen Tag nachdem Madeleine auf die Organspendeliste gesetzt wurde, war eine Leber für sie da. Mehrere Stunden wurde sie operiert. Alles verlief gut. Seit dem 31. Dezember ist sie nun wieder zu Hause und führt fast wieder ein normales Leben. Nur Medikamente muss sie für den Rest ihres Lebens täglich nehmen.

Mutter holt sich Organspendeausweis

Ute Troebner, Madeleines Mutter, ist dankbar, dass ihrer Tochter eine Leber gespendet wurde. Sie hat nun selbst einen Organspendeausweis. Den kann sich jeder im Internet selbst ausdrucken, ausfüllen und im Portemonnaie tragen: Organspendeausweis.

Madeleine nimmt zum Frühstück fünf Tabletten und abends noch ein paar weitere Medikamente. Sonst würde ihr Körper ihre Leber abstoßen.

Ute Troebner (links) und ihre Tochter Madeleine haben eine Menge zusammen durch gemacht. Die Mutter besitzt nun eine Organspendeausweis.

Foto: Schmidt

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