Medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Altenwalde läuft

Wer über medizinische Probleme klagte, dem eilte Manuel Burkert bei der Ankunft der Flüchtlinge als erstes zur Hilfe. Foto Reese-Winne

Cuxland

Medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Altenwalde läuft

Von nord24
29. Dezember 2015 // 12:17

Mit sinkendem Stresslevel kamen die Krankheiten: „Die Flucht ist an den Menschen nicht spurlos vorübergegangen“, stellt Manuel Burkert, Chefarzt an der Helios-Klinik, in der Notunterkunft für Flüchtlinge, fest. Ein Großteil der in Altenwalde angekommenen Flüchtlinge musste in den ersten Tagen medizinischen Rat einholen – bei den meisten ging es um Krankheiten wie Schnupfen oder Husten. Doch auch bei Diabetes musste das Fachpersonal schon eingreifen. Die medizinische Versorgung in der Notunterkunft hat verschiedene Facetten: Es geht um die erste Sichtung bei der Ankunft; die offizielle Erstuntersuchung mit Röntgen der Lunge; die hausärztliche Versorgung sowie die schnelle Hilfe bei Notfällen.

Manuel Burkert ist als leitender Arzt für Flüchtlinge im Einsatz

Das niedersächsischen Innenministerium hat die Helios-Klinik mit der gesamten medizinischen Versorgung beauftragt. Manuel Burkert, leitender Arzt der interdisziplinären Notaufnahme sowie Chefarzt für Notfall- und Intensivmedizin, war bei der Ankunft der ersten Flüchtlinge dabei und begleitet den gesamten Einsatz.

Sanitätseinheit mit Arzt, Krankenschwestern und Rettungsassistenten

Derzeit arbeiten in der Sanitätseinheit in Altenwalde ein Arzt, zwei Krankenschwestern und ein Rettungsassistent. Die übernehmen die hausärztliche Versorgung sowie die Erstuntersuchungen. Ebenso stellt das Deutsche Rote Kreuz Cuxhaven/Hadeln – Betreiber der Notunterkunft – einen Rettungswagen mit je einem Rettungsassistenten und -sanitäter und erfüllt damit eine Vorgabe des Innenministeriums. Eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung ist gesichert.

Notfallstation soll eingerichtet werden

Noch verwaist ist die Notfallstation im Obergeschoss. Hier sollen Kranke versorgt werden, die nicht in der Notunterkunft bleiben sollten, aber nicht ins Krankenhaus müssen. Bei Vollauslastung wird Platz für 14 Patienten sein, Start ist mit fünf Plätzen, voraussichtlich ab Januar. (mr)

Medizinische Versorgung der Flüchtlinge in Altenwalde läuft

Annika Wolter, Geschäftsführerin der Helios-Kliniken Cuxhaven und Sahlenburg, und Manuel Burkert, Chefarzt der Abteilung für Notfall- und Intensivmedizin, schauen sich die künftige Station um, die demnächst auf dem Gelände in Betrieb gehen soll. Foto Reese-Winne