Pralle Euter, miese Preise: Den Milchbauern geht es an den Kragen. Foto Wagner

Pralle Euter, miese Preise: Den Milchbauern geht es an den Kragen. Foto Wagner

Foto: Ruge

Cuxland

Milchbauern bangen um Existenz

Von Inga Hansen
22. Dezember 2015 // 17:23

Der Milchpreis bleibt im Keller. Auch im ersten Halbjahr 2016.  Das Liquiditätsprogramm des Bundes wird keinen Betrieb retten. Der Grund: Die Situation, in der die Betriebe stecken, ist zu prekär. Viele Betriebe sind schon jetzt in ihrer Existenz bedroht. Das betonten Jan Heusmann, Landvolk-Vorsitzender in Wesermünde, und Christoph Haidinger, Jung-Bauer aus Midlum, im Interview mit der NORDSEE-ZEITUNG.

Gespräche mit Banken über Hilfen für bedrohte Betriebe

"Die Lage ist ernst", so Jan Heusmann. "Wir haben uns im Cuxland schon Anfang des Jahres mit Banken, Beratern, Landhandel und Maschinenring zusammengesetzt, um bedrohten Höfen zu helfen. Trotzdem sind jetzt bei uns Betriebe in ihrer Existenz gefährdet."

Liquiditätsprogramm des Bundes bringt gar nichts

Das Liquiditätsprogramm, das der Bund aufgelegt hat, ändert daran nichts. Es läuft nach Heusmanns Aussage ins Leere. Die Voraussetzungen passen nicht. Die Bauern können Darlehen auf Kredite bekommen, die sie in diesem Jahr aufgenommen haben. Sie bekommen die Liquiditätshilfe von höchstens 10 000 Euro aber nur, wenn sie den Kredit binnen sechs Jahren zurückzahlen. Da es derzeit keine Aussicht auf Besserung auf dem Milchmarkt gibt, haben die meisten Bauern Kredite mit längerer Rückzahlung abgeschlossen. "Ich glaube, die Mittel werden gar nicht ausgeschöpft."

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