Grant Hendrik Tonne (SPD) hat die teilweise Öffnung der Schulen in Niedersachsen verteidigt.

Grant Hendrik Tonne (SPD) hat die teilweise Öffnung der Schulen in Niedersachsen verteidigt.

Foto: picture alliance/dpa

Cuxland

Minister Tonne verteidigt teils geöffnete Schulen

25. Januar 2021 // 09:53

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat Niedersachsens Sonderweg mit teils geöffneten Schulen verteidigt.

Grant Hendrik Tonne verteidigt Schulöffnungen

„Ich bin fest von dem Weg überzeugt, die Schulen in Niedersachsen einen Spalt weit aufzuhalten. Gerade für die Grundschüler, die erst Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, ist reiner Distanzunterricht auf Dauer nicht darstellbar“, sagte der SPD-Politiker in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Er werde sich auch bei Gegenwind dafür einsetzen, dass Bildung und Kindeswohl in der Pandemie nicht vergessen werden.

Tonne: Schule wichtig für Kontakte der Kinder

Bildung und Infektionsschutz dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Wenn die Sozialkontakte erheblich heruntergefahren werden, dann kommt Schule neben dem Bildungsauftrag eine weitere bedeutende Rolle zu: Nämlich ein unerlässliches Mindestmaß an Kontakt für Kinder und Jugendliche mit anzubieten, selbst wenn es nur auf Abstand ist“, betonte der Minister.

Kritik von Lehrer- und Bildungsverbänden

Entgegen der Empfehlung des Bundes, alle Schulen komplett zu schließen, lässt Niedersachsen die Grund- und Förderschulen teilweise geöffnet und bietet außerdem Präsenzunterricht für Abschlussklassen an. Allerdings ist die Präsenzpflicht in beiden Fällen aufgehoben, so dass die Eltern darüber entscheiden können, ob sie ihre Kinder im in die Schule schicken oder gänzlich im Distanzlernen lassen. Ein Modell, das vor allem von Lehrer- und Bildungsverbänden in den vergangenen Tagen vielfach kritisiert worden war. (dpa/fk)

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