Gülsen Sariergin muss für fünf Jahre ins Gefängnis.

Gülsen Sariergin muss für fünf Jahre ins Gefängnis.

Foto: NZ-Archiv

Cuxland

Mit Video: Sariergin bleibt wegen Fluchtgefahr in U-Haft

Von Lili Maffiotte
18. November 2016 // 18:00

Am vierten Prozesstag im Fall der Nordsee-Pflege-Chefin Gülsen Sariergin vor dem Bremer Landgericht verkündete der Richter Thorsten Prange sein Urteil. Rund eine Stunde lang erklärte er, wie die Kammer auf die Strafe von fünf Jahren gekommen ist. Zusätzlich bekommt Sariergin eine Geldstrafe von 300.000 Euro. Am Ende seiner Urteilsverkündung richtete er auch noch einen persönlichen Rat an sie. Doch dann hatte Staatsanwältin Antje Kück noch eine Überraschung in petto. 

Geldwäsche-Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht

Sie habe davon Kenntnis bekommen, dass eine Bank eine Geldwäsche-Anzeige eingereicht habe. Von drei Geschäftskonten sei eine halbe Million Euro auf das Privatkonto von Sariergins Lebensgefährten überwiesen worden. Diese Summe sollte eigentlich weiter auf ein privates Konto fließen, doch die Bank habe das Geld eingefroren.

Staunen beim Richter

Es bestünde unter anderem Fluchtgefahr und eben der Verdacht der Geldwäsche. Während die Staatsanwaltin die notwendigen Paragrafen runterrasselte, entgleisten dem Richter alle Gesichtszüge. Sariergin selbst schüttelte nur mit dem Kopf. Ihre beiden Anwältinnen schauten ratlos.

Erklärung des Gerichtssprechers

Richter Prange schickte daraufhin die Zuhörer und die Medien vor die Tür. Er selbst ging mit seinen Kammerkollegen in die Beratung. Anschließend erklärte Gerichtssprecher Helmut Kellermann vor laufender Kamera, wie es weitergeht.

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